Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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3 20 ſchottiſche Armee derzeit ſich aufhalte, eine Belohnung aus⸗ ſetzte.

Endlich, nachdem die Englaͤnder aus Mangel an Lebens⸗ mitteln viel zu leiden hatten, und auf ſehr ermuͤdenden Ta⸗ gemaͤrſchen, waͤhrend denen ſie Furthen, Suͤmpfe und Mo⸗ raͤſte paſſiren mußten, keinen unbedeutenden Muͤhſeligkeiten unterzogen waren, kam ein gewiſſer Rokeby in das Lager und machte auf die vom König ausgeſetzte Belohnung Anſpruch. Er erzaͤhlte dem Koͤnig, daß er von den Schotten gefangen genommen geweſen ſey, und daß ſie ſich eben ſo ſehr freuen, mit ihm zuſammenzukomemen, als er begierig ſey, ſie zu ſe⸗ hen. Rokeby fuͤhrte wirklich die engliſche Armee auf die Stel⸗ le, woſelbſt die Schotten lagerten.

Hiedurch ruͤckte jedoch der engliſche Koͤnig ſeinem Ziele nicht naͤher, denn Douglas und Randolph, von der Staͤrke der engliſchen Armee unterrichtet, hatten ihr Lager auf ei⸗ nem ſteilen Berge aufgeſchlagen; unter dieſem floß ein tiefer

Flnß vorbei, deſſen Bett mit großen Steinen angefuͤllt war, ſo daß es den Englaͤndern unmoͤglich wurde, die Schotten au⸗ zugreifen, ohne vorher den Fluß zu paſſiren und den Berg

im Angeſicht des Feindes zu erſteigen, womit denn doch zu viel Gefahr verknuͤpft geweſen waͤre. 1 Der engliſche Känig ſchickte den ſchottiſchen Generalen einen Parlamentaͤr und lies ſie bitten, ihre Streitkraͤfte zu⸗ ruüͤckzuziehen und ihm zu erlauben, daß er den Fluß frei paſ⸗ ſiren und dann ſeine Armee auf dem andern ufer in Schlacht⸗ ordnung aufſtellen duͤrfe, damit ſie offen einander bekaͤmpfen koͤnnten, oder ließ er ihnen anbieten wenn ſie es vorzie⸗ hen ſollten ohne Widerſtand auf die von ihm beſetzte Sei⸗ te des Fluſſes kommen zu duͤrfen, damit ſie beide ſich auf einem guͤnſtigen Boden ſchlagen koͤnnten.* Randolph und