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tel nannten, und worauf ſie nach Gefallen das Waizenmehl bageen konnten. Ueberall, wo ſie durchmarſchirten, ſchlachte⸗
ten ſie den Englaͤndern das Vieh, roͤſteten ſich das Fleiſch
an hoͤlzernen Stangen, oder brateten es mit dem Fell der Thiere, wobei ſie es vorher nur in das Waſſer tauchten, um zu verhuͤten, daß die Haut durch die Flammen verzehrt wer⸗ de. Dies war freilich eine rohe Kochart. Sie machten ihre Schuhe oder Sandalen auf eine plumpe Art, indem ſie ſolche aus den rohen Viehhaͤnten ſchnitten und bis uͤber die Knoͤ⸗ chel heraufgehen ließen, aͤhnlich den letzigen kurzen Kamaſchen. Da bei dieſer Gattung von Halbſtiefeln die haarige Seite des Felles außen war, ſo nannten die Englaͤnder diejenigen, wel⸗ che derlei trugen, rohfüßige Schotten, und manchmal nach der Farbe der Haut Rothſchenkel.
Die ſchottiſche Armee durfte weder Lebensmittel, noch irgend etwas von Kriegsvorrath mit ſich führen, deshalb be⸗
wegte ſie ſich mit erſtaunlicher Leichtigkeit von Berg zu Berg
und von Thal zu Thal; aber uͤberall, wo ſie hinkam, pluͤnderte und verwuͤſtete ſie das Land. Inzmiſchen ſetzte ihnen der junge König von England mit einer weit zahlreichern Armee nach; da dieſe aber wegen der großen Menge von Lebensmitteln, wel⸗ che ſie tragen mußten, und wegen ihren ſchweren Waffenrocken ihre Bewegungen nur ſchwerfaͤhig ausfuͤhrte, ſo konnte ſie den Schotten nichts anhaben, obgleich die Englaͤnder ale Tage den Rauch der Haͤuſer und Doͤrfer ſahen, welche jene in Brand ſteckten. Der Koͤnig von Engiand war daruͤber ſehr entruͤſtet, und wuͤnſchte, wenn gleich erſt 16 Jahre alt, gegen die Schotten zu ziehen, um ſie fur das viele Unheil, was ſie in ſeinen Lande ſtifteten, zu zuͤchtigen; ſein Unmuth wurde
ſo geſteigert, daß er demjenigen, welcher ihm zeige, wo die
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