Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
Einzelbild herunterladen

.. 48 Bruce, der durch ſo vieles Ungluͤck auf den Thron gelangt war, geſchlagen wurde. Im letzten Jahr von Bruce's Regierung wurde er ſehr krank und ſchwach, beſonders litt er an einem Ausſatz, den

er in ſeiner Jugend bekam, als er mit ſo vielen Muͤhſelig⸗

keiten und Mißgeſchicken kaͤmpfen mußte, und oft genoͤrhigt war, ſich in Waͤldern und Moraͤſten zu verbergen, ohne ſich nur in einer Huͤtte aufhalten zu koͤnnen. Er wohnte in ei⸗ nem Schloſſe an den ſchoͤnen Ufern des Fluſſes Clyde, nahe an der Muͤndung dieſes Fluſſes; ſein Hauptvergnuͤgen beſtand

darin, auf dem Fluß hinab in die hohe See zu fahren. Er

war nicht mehr laͤnger im Stande, auf ſeinem Schlachtroſſe

zu ſitzen, oder ſeine Armee ins Feld zu fuͤhren. 3 Waͤhrend Bruce ſich in dieſem ſchwachen Zuſtand befand, ſtarb Eduard II., Koͤnig von England, welchem deſſen Sohn,

Eduard III., auf den Thron folgte. Dieſer galt ſpaͤter für

hatte; aber damals war er noch ſehr jung und ſtand ganz unter der Leitung ſeiner Mutter, welche von einem ſchlechten Guͤnſtling, Namens Mortimer, beherrſcht wurde.

Der Krieg zwiſchen den Engländern und den Schotten dauerte noch immer fort; Bruce ſchickte ſeine zwei große Ge⸗

nerale, den guten Lord Jacob Douglas und den Thomas

Nandolph, Graf von Murray, in die Grafſchaften Northum⸗

einen der weiſeſten und tapferſten Koͤnige, welche England jie

berland und Durham, um ſie zu verwuͤſten und den Englaͤn⸗

dern ſo viel als moͤglich Schaden zuzufuͤgen.

Die Anzahl ihrer Soldaten belief ſich auf ungefaͤhr 20,000

Mann, alle leicht bewaffnet, und auf kleinen, aber außeror⸗ 3

dentlich braucbaren Pferden beritten. Die Leute trugen anßer einem Saͤckchen Waizenmehl keine Lebensmittel bei ſich; jeder

hatte an ſeinem Sattel eine kleine eiſerne Platte, die ſie Guͤr⸗