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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 2. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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und die Schlacht annehmen wolle, und da er auch wußte, daß der ſchottiſche Koͤnig einer der beſten Feldherrn der da⸗ maligen Zeit war, ſo vermuthete er, daß dieſer eine bedeu⸗ tende Unterſtuͤtzung erhalten haben moͤchte, und fuͤrchtete ſich, ihn anzugreifen. So erhielt Bruce Gelegenheit, die arme Frau mit ihrem Kinde zu retten und ſeinen Ruͤckzug nach Muße zu bewerkſtelligen, ohne durch den gemachten Halt Noth zu leiden.

Robert wurde jedoch bald genoͤthigt, die Eroberung Ir⸗ lands ſeinem Bruder zu üͤberlaſſen, weil ihn dringende Ge⸗ ſchaͤfte in ſein eigenes Land zuruͤckriefen. Eduard, ſo raſch als tapfer, ließ ſich gegen den Rath ſeiner beſten Offiziere mit einem engliſchen General, Sir Peter von Birmingham, in ein Treffen ein. Die Schotten wurden von allen Seiten umzingelt, wehrten ſich aber fortwaͤhrend ſehr tapfer, und Eduard Bruce ging mit gutem Beiſpiel voran, indem er in der nemlichen Schlachtordnungslinie mitfocht. Endlich wurde ein ſtarker engliſcher Held, Namens Johann Maupas, mit Eduard Bruce handgemein, wobei Beide auf dem Platze blieben. Maupas wurde nach der Schlacht auf Eduard Bruce liegend gefunden, aber beide ohne Lebensſpur. Nach Eduard Bruce's Tod gaben die Schotten ihren Verſuch, Irland erobern zu wollen, auf.

Robert Bruce regierte mehrere Jahre lang ruͤhmlich, und beſiegte die Englaͤnder fortwaͤhrend ſo, daß die Schotten da⸗ mals ihre Nachbarn voͤllig unterjocht zu haben ſchienen. Wir muͤſſen jedoch nicht vergeſſen, daß Eduard II., welcher in Eng⸗ land regierte, ein thoͤrichter Fuͤrſt war und ſchlechten Rath⸗ gebern Gehoͤr verlieh. Daher iſt es kein Wunder, daß er durch einen ſo weiſen und erfahrnen Feldherrn wie Robert

W. Scott's Werke.* XCVI. 2 1