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den; nachdem ſie ihrer aber muͤde waren, baten die Großen Irlands, oder wenigſtens ein großer Theil derſelben, den Eduard Bruce, zu ihnen zu kommen, die Englaͤnder zu ver⸗ treiben und ihr Koͤnig zu werden. Er zeigte ſich bereitwillig, dieſe Einladung anzunehmen, denn er war immer von ho⸗ hem muthigem Geiſte beſeelt, und wuͤnſchte ſich Ruhm und Beſitzungen zu erwerben. Eduard Bruce war ein eben ſo guter Soldat als ſein Bruder, aber nicht ſo klug und vor⸗ ſichtig; dem Robert Bruce muß man doch nachſagen, daß er, mit Ausnahme der Ermordung Comyn des Rothen, welches eine ſchlechte und gewaztthaͤtige Handlung war, viel Weisheit und Muth an den Tag legte; er war ganz damit zufrieden, daß ſein Bruder Eduard, welcher bei jeder Gelegenheit ſo tapfer fuͤr ihn geſtritten hatte, zum König von Irland er⸗ waͤhlt werden ſolle; deshalb gab ihm Koͤnig Robert nicht nur eine Armee, um die Eroberung bewerkſtelligen zu koͤnnen, ſondern ſetzte in Perſon mit einer betraͤchtlichen Truppenzahl nach Irland uͤber, um ſeinen Bruder zu unterſtuͤtzen.
Der Oberfeldherr der Englaͤnder, Sir Edmund Buttler, war ein guter Soldat, und hatte eine weit groͤſſere Armee verſammelt, als Eduard Bruce und deſſen Bruder Rohert ihm entgegen ſtellen konnten. Die Schotten wurden jeden Morgen genoͤthigt, ſich zuruͤckzuziehen, damit ſie nicht von einer weit zahlreichern Armee als ihre eigene eine Schlacht anzunehmen gezwungen wuͤrden.
Ich habe ſchon oft geſagt, daß Koͤnig Robert ein weiſer und guter Fuͤrſt geweſen ſev; aber eine Begebenheit auf den eben erwaͤhnten Ruͤckzuͤgen legt auch dar, daß er liebreich und menſchlich geweſen ſey. Eines Morgens ruͤckten die Englaͤn⸗ der mit ihren iriſchen Huͤlfetruppen ſehr nahe gegen Brute an, welcher ſeiner Armee den Befehl ertheilt hatte, den


