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Bozenſchuͤtzen losritt, und da dieſe auſſer ihren Bogen und Pfeilen keine anderen Waffen fuͤhrten, deren ſte ſich bei einem Handgemenge Mann gegen Mann haͤtten bedienen koͤnnen, ſo wurden ſie von den ſchottiſchen Reitern groͤßtentheils zu⸗ ſammengehauen, und geriethen in gaͤnzliche Verwirrung.
Die ſchone engliſche Cavallerie ruͤckte hierauf vor, um ih⸗ re Bogenſchuͤtzen zu unterſtuͤtzen, und die ſchottiſche Linie an⸗ zugreifen; als ſie aber die Stelle erreicht hatten, welche von Graͤben durchzogen war, fielen die Pferde in dieſe Löcher und die Reiter ſtuͤrzten zuſammen ohne ſich zu vertheidigen oder aufſtehen zu koͤnnen, weil die Laſt ihrer Waffenruͤſtung ſte daran verhinderte. Die Englaͤnder geriethen ſaͤmmtlich in große Unordnung, worauf der ſchottiſche Koͤnig mehr Streit⸗ krafte herbeiholte, ſie noch kraͤftiger angriff, und ihnen auf den Ferſen folgte.—
Unverſehens trug ſch ein Ereigniß zu, welches den Sieg entſchied. Die Dienerſchaft und Nichtſtreitbaren der Schotten wurden bekanntlich im Ruͤcken der Armee auf den Gillieshe⸗ gel geſchickt; als dieſe ſahen, daß ihre Herrn wahrſcheinlich den Sieg davon tragen werden, verließen ſie den ihnen ange⸗ wieſenen Platz, und kamen mit Waffen, ſo gut ſie ſolche auf⸗ treiben konnten, herbei, um auch ihren Antheil am Sieg und an der Beute zu haben. Die Englaͤnder ſahen dieſe uͤber den Hügel herabkommen, hielten den unordentlichen Haufen fuͤr eine neue den Schotten zu Huͤlfe eiende Armee, und verloren allen Muth, worauf ſich ſelbſt jeder rettete, ſo gut er kennte. Eduard fuͤr ſeine Perſon floh ſo ſchnell er nur reiten konnte, und wurde durch Douglas mit einer Abthei⸗ lung Reiterei bis nach Dunbar verſolgt, woſelbſt die Englaͤn⸗ der noch einen Verbuͤndeten batten„ den Commandanten des Platzes Pat ich, Graf von March. Der Graf nahm Eduard


