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de alles mögliche geleiſtet, was man nur verlangen konnte, beſonders da Randolph und Douglas immer um die Gunſt des Koͤnigs und des Volkes wetteiferten.
Der Vortrab der engliſchen Armee wurde bald ſichtbar, und eine Anzahl ihrer tapferſten Nitter naͤherten ſich, um auszukundſchaften, was wohl die Schotten thun werden. Sie ſahen Koͤnig Robert in ſeiner Waffenruͤſtung und erkannten ihn an einer goldenen Krone, die er auf ſeinem Helme trug. Er hatte ſein großes Schlachtroß nicht beſtiegen, weil er nicht vermuthete, daß an dieſem Abend noch ein Scharmutzel vor⸗ fallen werde, ſondern er ritt auf einem kleinen Klepper in den Reihen ſeiner Armee auf und ab, und ſtellte ſeine Leute in Ordnung, wobei er in der einen Hand eine kurze Streit⸗ art von Stahl trug. Als der Koͤnig die engliſche Reiterei naͤher herkommen ſah, ruͤckte er mit ſeinen eigenen Leuten etwas vor, damit er jene naͤher im Geſicht habe.
Unter den Englaͤndern befand ſich der Ritter Sir Hein. rich von Bohun, welcher ſich vorſtellte, hier gebe es gute Ge⸗ legenheit, ſich großen Ruhm zu verſchaſſen, er wollte den Koͤ⸗ nig Robert niederſtoſſen, und fo dem Krieg ein Ende machen. Da der Koͤnig fuͤr den Augenblick armſelig beritten war und keine Lanze fuhrte, ſo ſprengte Bohun ploͤßlich und wuͤthend auf ihn los, und vermuthete, er werde ihn mit ſeinem lan⸗ gen Speer und ſtarken kraͤftigen Pferde leicht zu Boden brin⸗ gen. Robert ſah ihn wohl und ließ ihn naͤher ankommen, dann aber wendete er ſein Pferdchen ſchnell nach der einen Seite hin, ſo daß Sir Heinrich ihn mit ſeiner Lanze verfehl⸗ te, und durch das ſchnelle Rennen ſeines Pferdes über den Konig hinaus ritt; aber gerade als Heinrich vorbeiſtreifte richtete ſich Koͤnig Robert in ſeinen Seigbuͤgeln auf und ver⸗ ſetzte mit ſeiner Streitart dem Sir Heinrich einen ſo fuͤrckh⸗


