Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſey. Francis war zu derſelben Zeit in ein Fraͤulein verliebt, welches in einem unterhalb der Feſte gelegenen Staͤdtchen, in Graßmarket wohnte. Da er bei Tag die Feſtung nicht ver⸗ laſſen konnte, um ſeine Geliebte zu ſehen, machte er auf der Suͤdſeite leinen Weg ausfindig, auf welchem er bei Nacht nach Gefallen uͤber den Felſen hinab⸗ und wieder hinaufklet⸗ terte; am Fuße der Mauer bediente er ſich allemal einer Lei⸗ ter, da die Mauer an dieſer Stelle nicht ſehr hoch war, weil diejenigen, welche ſolche erbauten, auf die Steile des Felſens gerechnet hatten. Francis hatte dieſen gefaͤhrlichen Weg ſo oft zuruͤckgelegt, daß er, ob es gleich ſchon lange her war, Randolphen verſicherte, er kenne den Paß ſo gur, daß er es uͤbernehmen wuͤrde, eine kleine Abtheilung bei Nacht an den Fuß der Mauer zu fuͤhren; dieſe Leute muͤßten Leitern mit⸗ nehmen, worauf dann das Erklettern der Mauer keiner all⸗ zugroßen Schwierigkeit mehr unterworfen waͤre. Die Gefahr koͤnnte nur dann groß werden, wenn die Schildwache gerade, waͤhrend ſie den Felſen beſteigen wollten, ſie entdecken wuͤrde; in dieſem Falle waͤren ſie alle verloren.

Deſſen ungeachtet zögerte Randolph keinen Augenblick, das Abentheuer zu beſtehen. Er nahm nur 30 Mann mit ſich(man darf wohl glauben, daß er die thaͤtigſten und mu⸗ thigſten ausgewaͤhlt hattey und kam in einer finſtern Nacht bis an den Fuß des Felſens; ſie beſtiegen dieſen unter An⸗ fuͤhrung des Sir Franeis; er kroch auf Haͤnden und Fuͤßen Klippe auf⸗ und Klippe abwaͤrts, wobei ſie ſich manchmal kaum aufrecht halten konnten, Alle 30 waren genoͤthigt, in einer Linie, einer hinter dem andern zu folgen, und zwar auf einem Pfade, welcher ſich eher fuͤr eine Katze, als fuͤr einen Mann eignete. Ein hinabfallender Stein oder nur 7 7.