Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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1⁰⁰ ein laut geſprochenes Wort wuͤrde die Schildwache aufmerk⸗ ſam gemacht haben, daher mußten ſie ſich nur mit groͤßtmoͤg⸗ lichſter Vorſicht bewegen. Als ſie den Felſen beſtiegen und ſich dem Fuß der Mauer genaͤhert hatten, hoͤrten ſie, wie die Wachen die Runde machten, um ſich zu uͤberzeugen, ob im Schloſſe und um daſſelbe alles ſicher ſey. Randolph und ſeine Leute konnten nichts beſſeres thun, als ſich recht nahe an den Felſen anzuſchmiegen und ſich ruhig zu verhalten, bis die Runde vorbeigegangen ſeyn wuͤrde, ohne auf ſie zu achten. Waͤhrend ſie beinahe ohne zu athmen da lagen, wurden ſie neuem Schrecken ausgeſetzt; einer von der Beſatzungsmann⸗ ſchaft wollte ſeine Kameraden aus Spaß erſchrecken, warf ei⸗ nen Stein uͤber die Mauer hinab und ſchrie laut:Aha, ich ſehe Euch wohl! Der Stein rollte auf Randolph und ſeine Leute hinab, welche ſich natuͤrlich fuͤr verrathen hielten. Wenn ſie ſich bewegt oder das kleinſte Gerauſch verurſacht haͤtten, ſo waͤren ſie ohne Rettung verloren geweſen, denn die uber ihnen ſtehenden Soldaten haͤtten ſie Mann fuͤr Mann nur mit Steinwuͤrfen toͤdten können. Sie waren jedoch ent⸗ ſchloſſene und auserleſene Leute, und verhielten ſich ſo ruhig, daß die engliſchen Soldaten, welche dachten, ihr Kamerad wolle ihnen nur einen Poſſen ſpielen(was es auch wirklich war), vorbeigi gen, ohne dieſe Stelle einer naͤhern Unter⸗ ſuchung zu wuͤrdigen.

Hierauf gelangte Randolph mit ſeiner Mannſchaft wei⸗ ter hinauf und kam eiligſt bis an den Fuß der Mauer, die an jener Stelle nicht uber 12 Fuß hoch war. Sie legten die mitgenommenen Leitern an und Francis ſtieg zuerſt hinauf⸗ um den andern den Weg zu zeigen; Sir Andreas Grey, ein tapferer Ritter, folgte ihm und hinter dieſem Randolph⸗ dann die uͤbrigen. Nachdem ſie einmal innerhalb der Mauern