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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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fangenen machte und ihm die Fahne abnahm. Einige Zeit hierauf wurde er uͤbrigens ſelbſt durch den guten Lord Douglas unfern einer Einoͤde bei Linewater gefangen genom⸗ men und dem Koͤnig vorgefuͤhrt. Robert machte ſeinem Nef⸗ fen, der ihn verlaſſen hatte, bittere Vorwuͤrfe; Randolph aber, ein Hitzkopf, antwortete etwas unverſchaͤmt und wurde deßhalb von Koͤnig Nobert ins Gefaͤngniß geſchickt. Kurz nachdem Oheim und Neſfe ſich wieder verſoͤhnt hatten und

Sir Thomas Nandolph vom Koͤnig zum Grafen von Mur⸗

ray ernannt worden war, wurde er einer von Bruee's treue⸗ ſten Verbuͤndeten. Zwiſchen ihm und Douglas erhob ſich ein edler Wettſtreit, jeder von ihnen wollte ſich durch Tapferkeit und kuͤhne Haudlungen auszeichnen. Da es jetzt gerade der ſchicklichſte Ort iſt, ſo will ich nur einer oder zweier Bege⸗ benheiten erwaͤhnen, die darthun werden, welchen furchtbaren Geſahren ſich die beiden tapferen Maͤnner unterzogen, um Schortland von ſeinen Feinden zu befreien. Waͤhrend Robert Bruce nach und nach von dem Lande

Beſitz nahm und die Englaͤnder vertrieb, blieb Edinburgh, die Hauptſtadt Schottlands, mit deren feſtem Schloſſe in den Haͤnden der Englaͤnder. Sir Thomas Randolph haͤtte gar zu gerne dieſen wichtigen Platz genommen, aber das Schloß liegt hekanntlich auf einem ſo ſteilen hohen Felſen, daß es ſchwer und beinahe unmoglich iſt, ſogar nur bis an den Fuß der Maueen zu gelangen, noch vielmehr aber ſie zu erklettern.

3 Waͤhrend Randolph überlegte, was zu thun ſey, kam der ſchottiſche Edelmann Francis zu ihm, welcher ſich auch unter Bruce's Fahne geſtellt hatte, und verlangte eine Un⸗ terredung mit ihm. Er erzaͤhlte ſodann Randolphen, daß er in ſeiner Jugend im Schloſſe Edinburgh's gewohnt habe und daß ſein Vater damals Commandant dieſes Platzes geweſen