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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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meſſen. Endlich erhob ſich ein junger ſtattlicher Ritter und ſagte: um den Preis der Liebe dieſes Fraͤuleins ſeie er bereit, das gefaͤhrliche Schloß Douglas Jahr und Tag zu vertheidigen, wofern der Koͤnig ihm die Erlaubniß hiezu er⸗ theile. Der Koͤnig von England war ſehr zufrieden, einen ſo tapfern Mann zur Vertheidigung des gefaͤhrlichen Platzes gefunden zu haben. Der galante Ritter hieß Johann Wilton. Er ſchuͤtzte die Feſte eine Zeitlang recht gut vor jedem Ue⸗ berfall; doch verleitete ihn Douglas endlich durch eine Kriegs⸗ liſt, mit einem Theil ſeiner Garniſon einen Ausfall zu ma⸗ chen, wobei Douglas ſie uͤberfiel und ſchlug. Sir Johann Wilton ſelbſt verlor ſein Leben dabei; in ſeiner Taſche fand man einen Brief des ſchoͤnen Fraͤuleins. Douglas bedauerte das ungluͤckliche Ende dieſes tapferen Mannes, und ließ kei⸗ nen der Gefangenen umbringen, wie er fruͤher es zu thun pflegte, ſondern ſchickte ſie unter ſicherer Begleitung in die naͤchſte engliſche Garniſon.

Douglas war nun nicht mehr der einzige Gegner der Englaͤnder, ſondern es beſtrebten ſich mehrere große Lords, ſie anzugreifen und zu vernichten. Unter dieſen befand ſich Sir Thomas Randolph, deſſen Mutter eine Schweſter des Koͤnigs Robert war; er hatte ſich mit Bruce vereinigt, als dieſer das erſtemal zu den Waffen griff. Spaͤter in der dem Koͤnig gelieferten Niederlage bei Metyven wurde Randolph von den Englaͤndern gefangen genommen und um ſein Le⸗ ben zu retten, genoͤthigt, in ihre Dienſte uͤberzugehen. Er war ihnen ſo treu geblieben, daß er ſich ſogar bei Aymer von Valence und Johann von Lorn befand, als dieſe Bruce's kleine Bande ſprengten, und damals verfolgte er die Schot⸗ ten ſo ſchnell, daß er ſeines Oheims Fahnentraͤger zum Ge⸗

W. Schtt'z Werke. XCV. 7