93 oft erwaͤhnten. Einige ſeiner ausgezeichnetſten Thaten betref⸗
fen ſein eigenes Schloß Douglas, in welches die Englaͤnder, da es eine ſtarke Feſtung bildet, eine bedeutende Garniſon geworfen hatten. Jakob Douglas ſah mit groͤßtem Widerwil⸗ len ſein Schloß mit engliſchen Soldaten, mit großen Vorraͤ⸗ then von Korn, Vieh, Wein, Bier und andern Lebensmit⸗ teln angefuͤllt, welche dazu beſtimmt daren, die engliſche Ar⸗ mee hiemit zu verſehen; daher faßte er den Entſchlug, ſich an dem Commandanten der Garniſon und an ſeinen Solda⸗ ten wo moͤglich zu raͤchen.
Zu dieſem Endzweck gieng Douglas verkleidet in das Haus eines ſeiner alten Diener, zu Thomas Dikſon, einem ſtarken, treuen und kuͤhnen Manne, und entwarf mit ihm den Plan, um das feſte Schloß zu nehmen. Ein heiliger Tag, der Palmſonntag, war nicht mehr fern. An dieſem Tage war es in den roͤmiſch katholiſchen Zeiten uͤblich, daß das Volk mit gruͤnen Z eigen in der Hand in Prozeſſion in die Kirche ging. Gerade als die engliſchen Soldaten vom Schloß herabmarſchirt waren und in die Kirche gingen, ſchrie einer von Lord Jacobs Leuten: Douglas, Douglas! dieß war immer die Loſung in dieſer Familie, wenn ſie in die Schlacht zogen. Thomas Dikſon und einige Freunde, die er verſam⸗ melt hatte, zogen gleich ihre Schwerter und hieben die erſten Englander, denen ſie begegneten, zuſammen. Da aber das Zeichen zu bald gegeben worden war, ſo wurde Dikſon nie⸗ dergeriffen und umgebracht. Douglas und ſeine Leute bega⸗ ben ſich gleich darauf in die Kirche. Die engliſchen Solda⸗ ten verſuchten ſich zu vertheidigen, da ſie aber uͤberfallen wurden und deßhalb durchaus nicht vorbereitet waren, ſo wurden ſie zröptentheils zuſammengehauen oder gefangen ge⸗ nommen, und das ſo plotzlich und mit ſo wenig Gerzuſch,


