drei Meilen von ſeinen Grenzen. Sein Haß gegen jenes Land war ſo eingewurzelt, daß die Gedanken an Rache ihn auch noch auf ſeinem Todtenbette zu beſchaͤftigen ſchienen. Er nahm feinem Sohn noch das Verſprechen ab, nicht eber mit Schott⸗ land Friede zu ſchließen, bis das dort wohnende Volk unter⸗ jocht ſeye. Er hinterließ auch ganz ſonderbare Ansrdnungen in Beziehung auf ſeinen todten Koͤrper. Er hatte befohlen, daß ſein Koͤrper in einem Keſſel ſo lange gekocht werden ſolle, bis ſich das Fleiſch von den Beinen abloͤſe, dann ſollen ſeine Knochen in ein Ochſenfell zuſammengewickelt und dieſes an der Spitze der engliſchen Armee getragen werden, ſo oft als die Schotten verſuchen ſollten ihre Freiheit ſich zu erringen. Er dachte, daß er ſo viel Ungluͤck uͤber die Schotten gebracht habe, fo oft in ihr Gebiet eingefallen ſey, und ſie ſo oft geſchlagen habe, daß dieſe todten Gebeine ſie erſchrecken muͤßten. Sein Sohn, Eduard II. gehorchte dieſem Befehl nicht, ſondern ließ ſeinen Vater in der Weſtminſter⸗Abtei begraben; dort iſt ſein Grabmal noch heute mit folgender Inſchrift zu ſehen:
Hier liegt der Hammer der ſchottiſchen Na⸗ tion; dieß iſt auch wirklich wahr, daß er ihnen zu ſeinen Lebzeiten eben ſo viel ſchadete, als ein Hammer demjenigen Gegenſtand, den man in Stuͤcke zerſchlaͤgt.
Eduard II. war ein ſchwacher Fuͤrſt, und weder ſo weife noch ſo tapfer wie ſein Vater. Er drang mit der großen Ar⸗ mee, welche Eduard J. zuſammengebracht hatte, nicht weit in Schottland ein, und kehrte, ohne ſich zu ſchlagen, wieder zu⸗ ruͤck, wodurch Bruce's Partei ſehr aufgemuntert wurde.
Nun ergriffen mehrere des ſchottiſchen Adels die Waffen, erklaͤrten ſich fuͤr Koͤnig Robert und zogen gegen die engli chen Truppen und Garniſonen zu Felde. Der Ausgezeichnerſte von dieſen war der gute Lord Jacob Douglas, deſſen wir ſchon


