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dem andern. Er verließ hierauf die Huͤtte voll Bekuͤmmer⸗ niß, um ſeinen gefallenen Milchbruder, und nahm ſeine Rich⸗ tunag gegen diejenige Stelle, welche er ſeinen Leuten nach ih⸗ rer Zerſtreuung als Sammelplatz bezeichnet hatte. Es war unterdeſſen beinahe Nacht geworden; der Sammelplatz war bei einem Meierhofe. Er ging kuͤhn hinein und traf die Frau vom Hauſe, ein altes treuherziges ſchottiſches Weib, allein ſitzend an. Als ſie einen Fremden hereintreten ſah, fragte ſie ihn, wer und was er ſey. Der Koͤnig antwortete, daß er ein Reiſender ſeye, welcher dieſe Gegend beſuche.
„Alle Reiſende,“ antwortete die gute Frau,„ſind mir um eines Einzigen willen willkommen.“
„Und wer iſt der Einzige,“ ſagte der Koͤnig,„um deſ⸗ ſen willen Ihr alle Fremde ſo gerne aufnehmt?“
„Dieß iſt unſer rechtmaͤßiger Koͤnig, Robert Bruce,“ antwortete die Frau vom Hauſe,„welcher der rechtmaͤſſige Lord dieſes Landes iſt, und wenn er gleich derzeit mit Hund und Horn gleich einem Wild verfolgt wird, ſo hoffe ich doch noch zu erleben, daß er Koͤnig von ganz Schottland werde.“
„Da ihr ihn ſo ſehr liebt, gute Frau,“ verſetzte der Koͤ⸗ nig,„ſo wißt, daß Ihr ihn vor euch ſeht. Ich bin Robert Bruce.“
„Ihr!“ ſagte die Alte in großer Verlegenheit,„und wi her kommt Ihr denn ſo allein?— Wo ſind alle Eure Leute?“
„Ich habe in dieſem Augenblick nicht einen einzigen bei mir, und muß deßhalb allein reiſen.“
„Nein, das gebe ich nich zu,“ ſagte die brave Frau,„ich habe zwei ruͤſtige Soͤhne, tapfere und zuverlaͤßige Maͤnner, dieſe ſollen Euch begleiten, und im Leben und Tod treu bleiben.“
Sie brachte hierauf ihre zwei Sohne und obgleich ſie die Gefahren kannte, welchen ſie von nun an ausgeſetzt waren, ſe


