Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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teten ein Viertel des Schaates fuͤr ſich ſelbſt und gaben ein anderes Viertel dem Koͤnig und ſeinem Begleiter. Sie muß⸗ ten dieß ohne Brod und ohne Salz eſſen, da ſie aber bedeu⸗ tend Hunger hatten, ſo waren ſie froh nur irgend etwas zu bekommen, und ließen ſich das ungeſalzene Fleiſch ganz koſt⸗ bar ſchmecken.

Dann beſiel den Robert ein ſolcher Schlaf, daß er, wenn auch zehnmal ſo viel Gefahr vorhanden geweſen waͤre, nicht mehr widerſtehen konnte. Vor allem aber wuͤnſchte er, daß ſein Milchbruder wachen ſolle, ſo lange er ſchlafe, weil er ge⸗ gen ihre neue Bekannte großen Verdacht ſchoͤpfte. Sein Milchbruder verſprach wachen zu wollen und that ſein Moͤg⸗ lichſtes, um Wort zu halten. Aber kaum war der Koͤnig ein⸗ geſchlafen, ſo fiel auch ſein Milchbruder in einen tiefen Schlaf denn er war eben ſo vielen Ermuͤdungen ausgeſetzt geweſen

als der Koͤnig ſelbſt. Als die drei Niedertraͤchtigen ſahen,

daß der Konig und ſein Begl iter ſchlafen, gaben ſie ſich ge⸗ genſeitig Zeichen, zogen ihre Schwerter, und wollten uber je⸗ ne herfallen; der Koͤnig ſchlief jedoch nur leicht und wie ſehr ſie auch jeden Laͤrm vermieden, ſo erwachte der Koͤnig doch und ſprang auf, zog ſein Scywert und ſetzte ſich zur Gegen⸗

wehr Zu gleicher Zeit ſtieß er ſeinen Milchbruder mit dem

Fuß, um ihn aufzuwecken, worauf dieſer gleich aufſprang, aber ehe er eigentlich wußte und ſehen konnte, was ſich zuge⸗ tragen habe, naͤherte ſich ihm einer der Naͤuber, der naͤmli⸗ che, welcher den Koͤnig ermorden wollte, und ſtreckte ihn mit

einem Schwertſtreich zu Boden. Der Koͤnig war nun auf

ſich eelbſt beſchraͤnkt, ein Mann gegen drei, und in der groͤß⸗

ten Gefahr ſein Leben zu verlieren; aber ſeine erſtaunliche Staͤrke und ſeine guten Waffen befreiten ihn von der ihn be⸗ drohenden Gefahr, und er erſchlug die drei Raͤuber einen nach