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durfte, und deswegen war auch der Kampf nicht ſo ungleich, als er zu ſeyn ſchien. Er ſchickte daher die zwei Maͤnner, welche er bei ſich hatte, zu ſeiner uͤbrigen Mannſchaft, und blieb allein am Ufer ſtehen.
Inzwiſchen wurde das Waffengetoͤſe und der durch die Pferde verurſachte Laͤrm groͤßer; der Mond leuchtete ſo hell, daß Bruce aus dem Waſſenglanze die Anzahl der Feinde, welche an das entgegengeſetzte Ufer herabkamen, auf 200 Mann ſchaͤtzte. Die Gallowaymaͤnner ihrerſeits ſahen nur einen Bewaffueten, welcher die Furth bewachte; die vorder⸗ ſten von ihnen ſtuͤrzten ſich daher in den Fluß, ohne auf dieſen einzigen Waͤchter zu achten. Da ſie aber die Furth nur Mann fuͤr Mann paſſiren konnten, und Bruce an dem Ufer, an welchem ſie landen wollten, hoch uͤber ihnen ſtand, ſo ſtieß er mit ſeinem langen Speere den erſten heruͤberkom⸗ menden Reiter, dann deſſen Pferd nieder, welches, mit dem Tode ringend, ſich auf dem engen Pfade waͤlzte, und dadurch den andern Feinden den Weg verſperrte. Auf dieſe Art hatte Bruce Gelegenheit, ſeine Pfeile nach Gefallen abzu⸗ ſchießen, waͤhrend ſie dagegen nicht auf ihn zielen konnten. In dieſer Verwirrung fielen fuͤnf oder ſechs Mann von der feindlichen Abtheilung; Andere, welche in den Fluß gefallen waren, ſind dort ertrunken; die Uebrigen wurden dadurch in Schrecken verſetzt, und zogen ſich zuruͤck.
Als ſie aber wieder umſahen und bemerkten, daß ih⸗ nen nur ein einziger Mann gegenuͤber ſtehe, waͤhrend ſie ſelbſt ſo viele ſeyen, ſo riefen ſie aus, daß ihre Ehre ſur im⸗ mer verloren waͤre, wenn ſie dieſen Weg nicht mit Gewalt verſolgen wuͤrden; auf dieſes hin erhoben ſie ein furchterlich lautes Geſchrey, ſtuͤrzten ſich in den Fluß und wolten das
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