Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Gefolges an die Furth hinabgiens um ſie zu bewachen, weil Robert wußte, daß der Feind ſie nothwendigerweiſe paſſiren muͤſſe, ehe er an den neugewaͤhlten Lagerplatz gelangen koͤnne. 5

Er betrachtete die Furth lange und dachte bei ſich ſelbſt,

wie leicht es ſey dem Feind hier eine Anzahl Gefangener

abzunehmen, vorausgeſetzt, daß die Furth tapfer vertheidigt

werde; da hoͤrte er auf einmal in einiger Entfernung ein

Hundegebell, welches immer naͤher und naͤher ruͤckte. Dieſes

kam von einem der Schweißhunde, welcher des Koͤnigs Fuß⸗

ſtapfen bis zu der von ihm uͤberfchrittenen Furth verfolgte;

hinter dem Hunde her kamen die 200 Gallowaymaͤnner, die

Robert aber noch nicht ſah. Bruce wollte anfaͤnglich ſeine

Leute wecken, dann dachte er aber, es ſey das Gebell eines Schaͤferhundes.Meine Leute, ſagte er,ſind entſetzlich ermuͤdet; ich will ihren Schlaf wegen dem Gebell eines

elenden Hundes nicht ſtoͤren, bis ich etwas Naͤheres erfah⸗

re. Darauf blieb er ſtehen, horchte und hoͤrte nach und

nach, bei gaͤrzlicher Annaͤherung des Hundegebells, ein

Stampfen von Pferden, Maͤnnerſtimmen und Waffengeklirr;

da hatte er dans Gewißheit erlangt, daß der Feind ſich dem

Fluſſe naͤhere. Nun ſagte er zu ſich ſelbſt:wenn ich zu

meinen Leuten zuruͤckkehre und Laͤrmen mache, ſo koͤnnen

die Feinde die Furth unterdeſſen ohne Widerſtand pafſiren, das waͤre aber erbaͤrmlich, da dieſe Stelle ſich zu einer ſo

vortheilhaften Vertheidigung eignet. Er betrachtete noch

einmal den ſteilen Pfad und das tiefe Ufer und ſah, daß

dieſe ihm ſo viel Vortheil gewaͤhren, daß er den Paß ſo lan⸗

ge ſelbit vertheidigen koͤnne, bis ſeine Leute zur Unterſtuͤtzung

herbei kommen konnten. Seine Waffenruͤſtung war ſo gut und ſtark, daß er ſich wohl den feindlichen Pfeilen gusſetzen