Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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andere Ufer beſtuͤrmen. Mittlerweile waren aber des Koͤnigs Soldaten herbeigekommen und die Gallowaymanner zogen ſich zuruck, und gaben ihr Vorhaben auf. 2

Ich werde dir noch ein anderes Geſchichtchen von dieſem braven Robert Bruce, das ſich auf einem ſeiner Zuͤge zuge⸗ tragen, erzaͤhlen. Seine Abentheuer ſind eben ſo intereſſant und unterhaltend, als diejenigen, welche manche Geſchicht⸗ ſchreiber erfinden, ſie haben noch das voraus, daß die ſeini⸗ gen alle wahr ſind. Ungefaͤhr um dieſelbe Zeit ſtand Bruce an der Spitze eines nur kleinen Haufens; da kam Sir Ay⸗ mer von Vallence, welcher zugleich Graf von Pembrocke war, mit Johann von Lorn nach Galloway, jeder von ihnen an der Spitze einer nicht unbedentenden Heeresmaſſe.

Johann von Lorn hatte einen Schweishund bei ſich, wel⸗ cher fruͤher dem Robert Bruce ſelbſt gehoͤrt haben ſoll; dieſer Hund wurde ehemals durch den Koͤnig eigenhandig gefuͤttert und wurde dadurch ſo an ihn gefeſſelt, daß er ſeine Fußſta, pfen überall hin verfolgte, welches ubrigens von allen andern Hunden, od ſie Schweißhunde ſeyen oder nicht, auch geſchieht. Mittelſt dieſes hoffte Johann von Lorn den Robert Bruce gewiß ausfindtg zu machen, um ſich dann fur den Tod ſeines Verters Compn raͤchen zu konnen.

Als dieſe zwei Armeen gegen Robert Bruce vorrüͤckten, wollte er anfaͤnglich nur die eine naͤmlich die des Grafen be⸗ kaͤmpfen; nachdem er aber Wink bekam, daß Johann von Lorn ihn mit einem andern bedeutenden Corys im Rucken angrei⸗ fen wolle, ſo entſchloß er ſich, fuͤr dießmal keine Schlacht an⸗ zunehmen, damit er nicht der an Zayl weit uͤberlegenen ſeind⸗ lichen Armee unterliege. Zu dieſem Endzweck theilte der Koͤ⸗

nig die Mannſchaft, die er bei ſich hatte⸗ in drei Abtheilun-

gen, und befahl ihnen, ſich auf drei verſchiedenen Wegen zu⸗