Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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nes Herrn errungenen Sieg; der Koͤnig wiſchte ſein blukiges Schwerdt ab und ſagte, als er die todten Koͤrper berrachtete: ſie moͤgen fuͤr drei brave Maͤnner gegolten haben, aber der Verſuchung ihrer Habſucht konnten ſie doch nicht widerſtehen,

Heut zu Tage iſt es durchaus nicht nothwendig, daß Gene⸗ rale oder hohe Offiziere ſelbſt Hand anlegen, weil ſie nur ihre Untergebenen commandiren; ihre Artillerie und ihre Sol⸗ daten ſchießen auf den Feind, wobei ſie ſelten Handgemein

werden, und Mann gegen Mann ſtreiten. Aber in den al⸗

ten Zeiten mußten Koͤnige und Lords wie andere gemeine Soldaten mit Speer und andern Waffen in ein und derſelben Schlachtlinie ſtreiten. Es war daher von großer Wichtigkeit, ob ſie ſtarke Maͤnner waren, und ihre Waffen geſchickt zu fuͤhren wußten. Robert Bruce war ſo ausgezeichnet thaͤtig und kraͤftig, daß er eine Menge perſoͤnlicher Ge⸗

fahren abwendete, wobei er das Leben verloren haben wuͤrde,

wenn er ſich nicht ſelbſt geholfen haͤtte. Ich werde noch ein anderes ſeiner Abentheuer erzaͤhlen, welches Dir einige Un⸗ terhaltung gewaͤhren ſoll. Nach dem Tode der drei Verraͤ⸗ ther hielt ſich Robert Bruce fortwaͤhrend theils in ſeiner ei⸗ genen Grafſchaft Carrick, theils in der benachbarten Gegend von Galloway verborgen, bis er glaudte, daß es Zeit ſeyn duͤrfte, ſich in Maſſe gegen die Englaͤnder zu empoͤren. In⸗

deſſen war er genothigt, nur ſehr wenige Leute mitzunehmen,

ſowohl damit die Sache geheim gehalten wuͤrde, als wegen

der Schwieriskeit Lebensmittel aufzufinden. In Galloway

waren viele Leute gegen Bruce unfreundlich geſinnt. Sie

ſtunden unter dem Gouvernement eines gewiſſen M'Dongal,

Verwandten des Lord von Lorn, welcher Robert Bruce bei

Darly gaͤnzlich geſchlagen, und ihn beinahe getodtet oder zum 3 Gefan⸗