Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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78 uͤberſetzen werdet, deßwegen kam ich dann herab ans Geſtade, um auf Euch zu warten und Euch mitzutheilen, wie die Sa⸗ che ſteht.

Nach einigem Zoͤgern entſchloß ſich Bruce, daß er, nach⸗ dem er nun auf ſolche Art in die ſchoͤnſte Gegend Schottlands gekommen ſeye, da bleiben wolle, und betrachtete dieſe Bege⸗ benheit als einen Fingerzeig des Himmels.

In Uebereinſtimmung mit dieſem Entſchluß und mit die⸗ ſer Anſicht lieferte er den Englaͤndern einige ſo gluͤckliche Ge⸗ fechte, daß er den Lord Percy nothigte, Carrick zu verlaſſen. Dann entſendete er ſeine Leute in verſchiedene Gegenden, um den Feind zu bekaͤmpfen, wobei ſie im Algemeinen ſehr gluͤck⸗ lich waren. Auf der andern Seite aber lief der Koͤnig durch ſeine große Unachtſamkeit und dadurch, daß er meiſtens ohne Bedeckung war, in große Gefahr, ſein Leben durch Verraͤthe⸗ rei oder durch offene Gewalt zu verlieren. Mehrere dieſer Begebenheiten ſind intereſſant; ich will einige davon erzaͤhlen.

Einſt wurde ein naher Verwandter Bruces, in welchen er großes Vertrauen ſetzte, durch Beſtechung der Englaͤnder dahin gebracht, ihm nach dem Leben zu trachten, Dieſer Nie⸗ dertraͤchtige lauerte eines Morgens mit ſeinen zwei Soͤhnen ſo lange auf Bruce, bis ſein Gefolge mit Ausnahme eines jungen Menſchen, welcher ihn als Page begleitete, ſich von ihm entfernt hatte. Der Vater war mit einem Schwert, der eine der Soͤhne mit einem Schwert und einem Speer, der andere mit einem Schwert und einer Streitart bewaffnet. Als der Koͤnig ſie ſo gut bewaffnet und keine andern bei ihnen ſah, ſo kam er auf den Gedanken, daß dieſe Maͤnner die Ab⸗ ſicht haben, ihn umzubringen. Er hatte keine andere Waffen als ſein Schwerdt, aber ſein Page Bogen und Pfeile. Er nahm ſie dem Jungen ab und hat ihn, ſich auf einige Ent⸗