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Eduards eigennuͤtzigen und ehrgeitzigen Plan aufmerkſam, und faßten den Entſchluß, ihre Macht zuſammenzuziehen und zu erklaͤren, daß ſie die Rechte und Unabhaͤngigkeit ihres Landes vertheidigen wollen. Sie waren aber unter ſich ſelbſt uneins und hatten keinen Heerfuͤhrer; die Bewerber um die Krone waren einfaͤltig genug, mit Koͤnig Eduard gemeinſchaftliche Sache zu machen, weil ein jeder von ihnen hoffte, der Koͤnig werde demjenigen zum Throne verhelſen, welcher ſich am be⸗ reitwilligſten zeige, ſeine eigenen Anſpruͤche auf unum⸗ ſchraͤnkte Herrſchaft uͤber Schottland zu unterſtuͤtzen.
Demnach hatte die zweite Verſammlung des ſchottiſchen Adels und der Geiſtlichkeit ſtatt, ohne daß einer gegen des Koͤnigs von England Begehren eine Einwendung machte, ob⸗ gleich ſie wußten, daß ſeine Anſpruͤche ſehr ungerecht waren. Sie hatten ſich auf einem greßen freien Platz verſammelt, welcher dem Schloſſe Norham gegenuͤber auf der noͤrdlichen oder ſchottiſchen Seite des Fluſſes Tweer lag und Upſettling⸗ ton hieß. Der Kanzler von England fragte hierauf die ge⸗ genwaͤrtig geweſenen Bewerber, ob ſie den Koͤnig von Eng⸗ land als Lord Paramount anerkennen, und ob ſie einwilligen wollen, daß Eduarden auf die Art, wie er es verlange, die Krone Schottlands zu Theil werde, und daß er ſie behalte. Sie antworteten alle, daß ſie ſehr gerne einwilligen; ſo zo⸗ gen denn die unwuͤrdigen Bewerber vor, lieber die Unabhaͤn⸗ sigkeit ihres Landes, welche ſo lange und tapfer vertheidigt worden, zu opfern, als den Koͤnig Eduard durch ihre eigenen Anſpruͤche beleidigen zu wollen.
Nach Pruͤfung der Anſpruͤche der verſchiedenen Bewerber ergab ſich, daß Robert Bruce, Lord von Annandale und Jo⸗ hann Buliol, Lord von Galloway, am meiſten Recht auf die Threufolse Schottlands hatten, Beide waren große und mach⸗


