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auf welche, wie ſchon erwaͤhnt, durch ſeinen edelmuͤthigen Vorgaͤnger, Richard L., vorſäͤtzlich Verzicht geleiſtet wurde.
In dieſer Abſicht lud Eduard von England den Adel und die Geiſtlichkeit von Schottland ein, mit ihm auf dem Schloſ⸗ ſe Norham, einer nicht unbetraͤchtlichen Feſtang, welche auf der engliſchen Seite des Tweedfluſſes lag, und dort bie Gren⸗ ze zwiſchen England und Schottland bildete, zuſammenzukom⸗ men. Sie kamen den 9. Juni 1291 hin; der Koͤnig mit ſei⸗ nem ganzen Hofſtaat traf vor ihnen ein. Der Koͤnig war ein ſchoͤner Mann und ſo groß, daß er unter dem Namen „der Langbeinige“ allgemein bekannt war. Ein Juſtitiar von England erklaͤrte hierauf dem verſammelten Adel und der Geiſtlichkeit Schottlands im Namen des Koͤnigs Eduard, daß es, bevor er entſcheiden koͤnne, welcher Vaſall Koͤnig von Schottland werden ſolle, unumgaͤnglich noͤthig ſey, daß ſie des Koͤnigs von England Recht, als Lord Paramount oder als Herr von Schottland anerkennen.—
Die Adeligen und Geiſtlichen Schottlands waren nicht wenig erſtaunt, als ſie hoͤrten, daß der Koͤnig von England einen Anſpruch mache, welcher, mit Ausnahme einer kurzen Zeit, in welcher es darum zu thun war, den Koͤnig Wilhelm den Loͤwen aus der Seſangenſchaft zu befreien, nie zugege⸗ ben, und auf welchen nachher durch Richard 1. für immer Verzicht geleiſtet wurde. Sie verweigerten eher eine Antwort zu geben, bis ſie alle miteinander berathſchlagt haben wuͤrden. „Beim Sankt Eduard!“ rief der Koͤnig aus,„deſſen Krone ich trage, ich werde meine gerechten Anſpruͤche geltend ma⸗ chen, oder in meinem eigenen Unternehmen zu Grunde ge⸗ hen!“ Er entließ die Verſammlung hierauf und geſtattete den Schotten einen Aufſchub von drei Wochen.
Die ſchottiſchen Edelleute ihrer Seits wurden auf Koͤnig


