Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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land, welcher als ſein von ihm abſtammender und als un⸗ lugbarer Erbe haͤtte berrachtet werden koͤnnen. Vlele der großen Adeligen, welche nahe oder enrfernt mit der koͤnigli⸗ chen Famille verwandt waren, ſchickten ſich an, jeder wie er konnte, ihre Anſpruͤche auf die Kroune darzuthun; ſie zogen Streitkraͤfte zuſammen, bildeten Parteien und bedrodten das Land mit einem Buͤrgerkrieg, was immer die groͤßte Land⸗ plage bieibt. Die Anzahl derjenigen, welche Anſprüche auf die Krone machten, belief ſich auf nicht weniger als auf zehn; alle behaupteten ſte ſeyen mehr oder weniger mit der koͤnig⸗ lichen Familie verwandt. Die meiſten von ihnen waren maͤchtig, entweder durch ihren Rang oder durch die Anzahl ihres Gefolges, und wenn ſie ihre Anſpruͤche durch das Schwert geltend machen wollten, ſo war klar am Tage, daß das ganze Land, von einer Seite des Meeres bis zur andern mit Krieg uͤberzogen werde.

um dieſem großen Uebel vorzubengen, ſagt die Geſchich⸗ te, ſey der ſchottiſche Adel uͤbereingekommen, die Streitfrage uͤber die Thronfolge in ihrem Koͤnigreiche, Eduard I., Konig

von England, einem der weiſeſten Regenten ſeiner Zeit, vor⸗

zulegen, und ihn als Schiedsrichter zu bitten, daß er beſtim⸗ men ſolle, welcher von denen auf den ſchottiſchen Thron An⸗ ſpruch Machenden den Vorzug erhalten ſolle. Das ſchottiſche Volk ſoll auch Geſandte zu Eduard geſchickt haben, um ſeine Einmiſchung als Richter nachzuſuchen; er hatte ſich jedoch ſchon vorgenommmen, die Thronſolge Schottlands zu ent⸗ ſcheiden, nur nicht als Richter, ſondern als Selbſtbetheilig⸗ ter, welcher den nemlichen Wunſch hatte, wie jene Adeligen. Zu dieſem Enszweck erneuerte er den alten Vorwand, daß er ein Recht auf die Feudal Souveraͤnitat Schottlands habe,