Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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men, nachdem ſie ſchon gelandet hatten. Er ervberte auch die Hebriden, die im Weſten von Schottland gelegenen Inſeln, und verleibte ſie den ſchottiſchen Beſitzungen ein; ſie hatten bis dahin noch nicht zum ſchottiſchen Koͤnigreich gehoͤrt. Er unterhielt auch mit England innige Freundſchaft, wollte aber mie auf irgend ein Recht Schottlands verzichten. Er war, Furz geſagt, ein braver, vortrefflicher Regent. Alexander III. heirathete Margarethe, die Tochter Heinrich's III. von Eng⸗ land; aber ungluͤcklicherweiſe ſtarben alle die Kinder, welche in dieſer Ehe gezeugt wurden, vor ihrem Vater. Nach dem Kode der Koͤnigin Margarethe nahm Alexander eine zweite Frau, bekam aber keine Kinder mehr von ihr. Als er eines Abends in der Daͤmmerung laͤngs der Seekuͤſte von Fife zwiſchen Burntisiand und Kinghorn ſpazieren ritt, naͤherte er ſich zu ſehr dem Rande eines Absrundes; ſein Pferd ſtutz⸗ te oder ſtolperte und er ſtuͤrzte ſo uͤber einen Felſen hinab, daß er auf der Stelle ſtarb. Es ſind nun ſeit Aleranders Tod 523 Jahrr her, aber noch zeigen die Leute jener Gegend, den Fleck, wo das Ungluͤck geſchah, und daher hat auch jene Stelle den Namen Koͤnigsfelſen. Die ſehr traurigen Folgen, welche Alerander's Tod nach ſich zog, trugen dazu bei, daß zman ſich lange ſeines ungluͤcklichen Sturzes erinnerte. Eine Art Trauergedicht, worin ſeiner Tugenden und der nach ſei⸗ nem Tode erfolgten traurigen Ereigniſſe erwaͤhnt wird, iſt auch noch vorhanden. Es iſt das alteſte Gedicht in ſchotti⸗ ſſcher Sprache, was man kennt; da du es aber ſchlechterdings micht verſtehen wuͤrdeſt, ſo bin ich genothigt, dir nur deſſen kurzen Inhalt mitzutheilen:

„Es heißt darin, das nach dem Tode Alexanders des vielgs⸗ wiebten Koönigs, alle Freude und aller Wohlſtand verſchwum⸗ Asn, und nichts ulrig geblieben ſey, als Gott zu bitten, daß