Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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vielen Kaͤmpfen und Streiten wurde endlich frßtaeſetzt, daß der Konig von Schottland dieſe engliſchen Provinzen behaltem ſolle, jedoch nicht als unumſchraͤnkter Monarch, ſondern nur als Vaſall des Koͤnigs von England; zugleich aber auch, daß er dem Letztgenannten huldigen und auf Verlangen Truppen ins Feld ſchicken muͤſſe. Dieſe Huldigung und der Kriegs⸗ dienſt wurden nicht um des Koͤnigreich Schortlands willen geleiſtet; denn dieſes hat von Anbeginn der Welt an nie unter dee Herrſchaft des engliſchen Koͤnigs gehoͤrt, ſondern war und blieb immer ein unabhaͤngiger, freier Staat, wel⸗ cher ſeine eigenen Monarchen hatte. Dieß wird freilich mei⸗ nen Junker ſehr befremden, daß ein Koͤnig von Schottland für ſeine, in England gelegenen Beſitzungen, Vaſall ſeyn folle und anderſeits als Koͤnig von Schottland unnbhaͤngiger Fuͤrſt ſey; es kann jedoch den Einrichtungen des Feudalſy⸗ ſtems zu Folge wohl der Fall ſeyn. Wilhelm der Eroberer ſtund ſelbſt in demſelben Verhaͤltniß; denn er hehielt ſein großes Herzogthum der Normandie und ſeine andern Beſitz⸗ ungen in Frankreich als Vaſall des Koͤnigs von Frankreich⸗ durch welchen ſie ſeinem Vorfahrer Rollo als Lehen gegebem wurden; aber er war zugleich unabhaͤngiger Monarch vom England, in deſſen Beſitz er durch den Sieg bei Haſtings kam.

Die engliſchen Koͤnige uͤbrigens ergriffen jede Gelegen⸗ heit, um kund zu thun, daß die durch die ſchottiſchen Koͤnige dargebrachte Huldigung nicht allein fuͤr ihre Beſitzangen in England, ſondern auch für das Koͤnigreich Schottland gelte⸗ Die ſchottiſchen Koͤnige aber, ob ſie gleich die verlangte Hul⸗ digung und Dienſte leiſteten, weil ſie bedeutende Laͤndereiem innerhalb der Graͤnzen Englands beſaßen, verboten dagegen ganz einfach und litten ſchlechterdings nicht, daß man ſagen

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