Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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anderten viele Sachſen, um der Grauſamkeit Wil⸗ zehen, nach Schottland aus, und

ch einen bedeutenden Einfluß auf die Bildung dieſes Landes; denn ſo wie die Sachſen in Beziehung auf Wiſſenſchaft und Kuͤnſte unter den Nor⸗ maͤnnern ſtunden, waren ſie auf der andern Seite den Schot⸗ ten weit uͤberlegen. Spaͤter ſiedelte ſich auch eine Anzahl Normaͤnner in Schottland an. König Wilhelm konnte nicht alle Normaͤnner zufrieden ſtellen, daher gingen einige Miß⸗ vergnuͤgte an den ſchottiſchen Hof, um dort ihr Gluͤck zu machen; ſie waren dem Koͤnig Malcolm, Cean⸗More ge⸗ d. h. Oberhaupt, willkommen. Duncan's Sohn wuͤnſchte dieſe braven Leute in ſeine Dienſte zu nehmen, und zu dieſem eck verlieh er ihnen betraͤchtliche Ländereien, wo⸗ gegen ſie ſich aber verpllichten mußten, Kriegsdienſte zu neh⸗ men. So wuͤrde denn auch das Feudalſyſtem in Schottland wie in England eingeſuͤhrt, und nach und nach ſtrenger ge⸗ handhabt⸗ bis es zum Landesgeſetz erhoben worden, wie dieß unterdeſſen in ganz Europa geſchah.

Run erhob ſich wegen dieſem Fendalgeſetz ein Streit, welcher zulſchen England und Schottland den fuͤrchterlichſten Kampf herbeifuͤhrte. Da mein Junker Hugo kein großer Rechtsgelehrter iſt, ſo iſt es deſto mehr noͤthig, daß er ſich zuſammeknehme, um das, was uͤber das Lehenweſen geſagt wird, zu verſtehen⸗ weil dieſes einen ſehr wichtigen Gegen⸗ ſtand in der Geſchichte ausmacht.

Waͤhrend die Englaͤnder unker ſich ſelbſt und nachher mit den Normaͤnnern entzweit waren, vergroͤßerten die ſchot⸗ ziſchen Koͤnige ihre Beſitzungen auf Koſten ihrer Nachbarnz namentlich nahmen ſie die nördlichen Prorinzen Englands⸗ Northumberland, Eumberland und Weſtmoreland weg⸗ Nach

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