Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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und verſuichten mehreremal ſich gegen Koͤnig Wilhelm aufzul lehnen und ihn mit ſeinem Heere nach der Normandie zus ruͤckzutreiben; aber ſie wurden immer geſchlagen; in Folge deſſen wurde auch Koͤnig Wilheim gegen dieſe Angelſachſen ſtrenger, nahm ihnen ihre Grundbeſitzungen weg und entſezte ſie ihrer hohen Aemter, die ſie begleiteten und des damit verbundenen Gehalts; nur wenige von ihnen ließ er im Be⸗

ſitz eines bedeutenden Grundvermoͤgens oder hoher Stellen,

dann traf er die Anordnung, daß ſie in jeder Lage ſeinen Normaͤnnern untergeordnet waren.

So wurden die Sachſen, welche die Britten beſi ſegt hat⸗

ten, wie ich ſchon oben erwaͤhnt, nun durch die Normaͤnner

unterjocht, ihres Eigenthums beraubt und darauf beſchraͤnkt, jenen hochmuͤthigen Fremdlingen Unterthan zu ſeyn. Ob⸗ gleich manche von dem alten Adel Englands Anſpruch darauf machen koͤnnen, daß ſie von den Normaͤnnern abſtammen, ſo findet man heut zu Tage unter dem hohen Adel kaum Einen, und unter dem niedern nur wenige, welche aufweiſen koͤnn⸗ 3 ten, daß ſie aus ſaͤchſiſchem Geblut abſtammen; Wilhelm der Eroberer ſorgte ordentlich dafur, das unterjochte Volk aller Macht und jeden Einſluſſes zu berauben.

Es muß fuͤr die Sachſen ein harter Stand in England geweſen ſeyn, als ſie durch die Normaͤnner aus ihren Grund⸗ beſitzungen und Wohnungen vertrieben und aus freien Maͤn⸗ nern Sclaven geworden waren. Dieſer Wechſel zog jedoch manchese Gute nach ſich; denn die Normanner wasen nicht nur die tapferften Leute, die man je finden konnte, ſondern ſie waren auch in Beziehung auf Wiſſenſchaft und Kunſt weiter voran, als die Sachſen. Sie fuͤhrten die Gewoynheit ein, große, ſchne Schloſſer und Kirchen zu bauen, wahrend die