Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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Kleider hatten, um ihren Leib zu bedecken. Im Tower zu London, ſo wie auch an andern Orten ſind alte Waffenroͤcke als ſehenswurdige Gegenſtaͤnde aufbewahrt.

Dieß war keine ſehr gluͤckliche Zeit; denn es gab nicht nur beinahe keine Geſetze, ſondern der Stärkere nahm nach Gefallen des Schwaͤchern Eigenthum weg; da beinahe alle Einwohner zu dienen verpflichtet waren, ſo war die natuͤrli⸗

che Folge hievon, daß ſie immerwaͤhrend zu Felde ziehen mußten. 3 Ddie großen Kronvaſallen beſonders bekriegten ſich immer⸗ waͤhrend; ſie zogen ſogar manchmal gegen ihren Monarchen ſelbſt, obgleich ſie dadurch ibrer Lehen oder des Gebiets, mit dem ſie belehnt worden, verluſtig erklärt wurden. Sie war⸗ teten uͤbrigens die Gelegenheit ab, bis ſie ziemlich gewiß waren, daß der Monarch in dieſem Augenblick nicht maͤchtig genug ſey, um ſie zu beſtrafen. Bald kam es ſo weit, baß keiner ſein Recht laͤnger behaupten konnte, als er die Macht beſaß, es zu vertheidigen; und dieß brachte die Aermeren und Huͤlfloſen dahin, daß ſie ſich ſelbſt unter den Schutz der Tapferen und Machtigen begaben, daß ſie von ſelbſt ihre Va⸗ ſallen anerkannten und ihnen huldigten, damit ſie Schutzwa⸗

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chen von den Großen erhielten.

Waäͤhrend die Sachen ſo ſtanden, hielt Wiſhelm, Ferzog

der Normandie und Oberhaupt dieſes tayſeren Volkes, deſſen Vorfahren dieſe Previnz erobert hatten, nach dem Tode Koͤ⸗ nig Eduards des Bekenners die Zeit fuͤr ganz geeignet, das reiche Königreich England zu erobern. Er nahm zum Vor⸗ wand, daß ihn Koͤnig Ednard ſeinen Erben genannt habe, doch ſetzte er ſeine meiſte Zuverſicht in eine maͤchtige Armee

ſeiner tapfern Normanner, in welche viele Riter und Jun⸗

ker aus entſernten Gegenden eingereiht wurden; die Letztern