Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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28 der Fuͤrſt ſein Gebieter und Lehensherr ſey. eben ſo theilten die Kronvaſallen, wie ſie genannnt wurden, das Gebiet, wel⸗ ches ſie vom Koͤnig erhalten hatten, in Grundſtuͤcke, welche ſie ſodaun ſolchen Rittern oder Edelleuten gaben, die ſie fuͤr geeignet hielten, ihnen in Krieg zu folgen und in Friedens⸗ zeiten ihnen Dienſte zu leiſten; auch dieſe hielten ihre Hoͤfe und hatten in ihrem eigenen Gebiete ihre Gerichtsbarkeit. Dann verliehen die Ritter und Edelleute, welche ſolche Grund⸗ ſtuͤcke von den großen Vaſallen hatten, ihren Antheil an eine untergeordnete Klaſſe von Eigenthuͤmern, wovon einige das Land ſelbſt bebauten, andere durch Landwirthe und Bauern, welche wie eine Art Sclaven behandelt, und mit den Guͤtern, welche ſie bebauten, gleich dem Vieh gekauft und verkauft wurden.

Dieſem zufolge forderte ein großer König, gleich dem von Frankreich oder England, wenn er Krieg fuͤhrte, alle ſeine Kronvaſallen auf, ihm zu dienen und eine Anzahl be⸗ waffneter Leute zu ſtellen, welche mit dem Lehen eines jeden in Verhaltniß ſtund, ſo nannte man das Gebiet, welches einem jeden von ihnen gegen die beruͤhrte Verpflichtung ein⸗ geraͤumt wurde. Hierauf erließen die Fuͤrſten, Herzoge oder Grafen, um jener Aufforderung nachzukommen, an diejenigen Edelleute, denen ſie Grundſtuͤcke gegeben hatten, den Be⸗ fehl, ſich unter den Waffen bereit zu halten und dieſe ih⸗ rerſeits verſammelten ihre Verwalter(Franklins), eine dem niedern Adel untergeordnete Klaſſe, und die Bauern, ſo daß demnach die ganze Macht des Koͤnigreichs bei dem erſten Auf⸗ gebot in Bereitſchaft ſtund. Dieſes Syſtem, für eine zur Benuͤtzung erhaltene Strecke Landes, Kriegsdienſte zu leiſten, das heißt, auf Verlangen des Landesherrn ihm zu dienen