Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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maͤnner, ein Volksſtamm aus Frankreich; ſie waren uͤbrigens urſpruͤnglich keine Franzoſen. Ihre Vorfahren waren eine Colonte jener noͤrdlichen Seeraͤuber, deren wir fruͤher er⸗ wahnten, und weiche alle die Seekuͤſten, an welchen ſie nur einige Beute zu machen hofften, pluͤnderten. Eine bedeuten⸗ de Anzahl von ihnen landete an der noͤrdlichen Kuͤſte Frank⸗ reichs; ſie zwangen den Koͤnig jenes Landes, ihnen ein gro⸗ hes Stuͤck abzutreten, welches Neuſtria, und ſpaͤterhin, nach⸗ dem dieſe Provinz Eigenthum der Normannen geworden war, Normandie genannt wurde. Die Provinz wurde durch ein Haupt der Normannen regiert, man legte dieſem den Namen Herzog bei, aus dem Lateiniſchen hergeleitet, in welcher Sprache dieß Wort Feldherr bedeutet. Er uͤbte in ſeinem Gebiet die Gewalt eines Koͤnigs aus, aber in Beziehung auf ſeine Beſitzungen auf Frankreichs Boden erkannte er den Koͤnig dieſes Landes fuͤr ſeinen Herrn an, und wurde da⸗ durch gleichſam ſein Vaſall.

Auf dieſe Anerkennung eines Koͤnigs als Herrn, und ſeiner Fuͤrſten und Großen des Reichs als Vaſallen, muß man aufmerkſam ſeyn und ſie nicht mißverſtehen, damit die nachfolgende Geſchichte faßlich werde. Ein großer Koͤnig oder unabhaͤngiger Fuͤrſt gab ſeinen Herzogen, Grafen und Adeli⸗ chen große Provinzen, oder raͤumte er ihnen eine gewiſſe Strecke Lanbes ein, woſelbſt jeder von ihnen in ſeinem eige⸗ nen Gebiet keinahe eben ſo viel Gewalt ausuͤbte, els der Konig in ſeinen uͤbrigen Beſitzungen. Dafuͤr war der Vaſall, gleichviel ob Herzog, Graf, Lord oder ſonſt ein Edelmann, verpflichtet, mit einer gewiſſen Anzahl Leute dem Herrn bei⸗ zuſtehen, wenn dieſer Krieg fuͤhrte; und in Friedenszeiten mußte er an des Fuͤrſten Hof erſcheinen, wenn dieſer es ver⸗ langte, und ihm huldigen, d. h. er mußte anerkennen, daß