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braven Freund und Vetter Banquo aus dem Wege geraͤumt hatte. Er wußte, daß Einige, ſeiner ſchlechten Thaten we⸗ gen, die er vollbracht, Verdacht gegen ihn hegten, und er war beſtaͤndig in Furcht, es moͤchte ihn einer auf die Art umbringen, wie er mit ſeinem alten Fuͤrſten verfahren iſt, oder daß Malcolm vom Koͤnig von England Beiſtand erhal⸗ ten, Krieg gegen ihn fuͤhren und ihm am Ende das ſchotti⸗ ſche Koͤnigreich nehmen koͤnnte. In dieſer zerruͤtteten Ge⸗ muͤthsſtimmung beſchloß er die alten Wahrſagerinnen aufzu⸗ ſuchen, deren Worte zuerſt den Wunſch in ihm rege werden ließen, Koͤnig zu werden. Es iſt anzunehmen, daß er ihnen Geſchenke anbot, und daß ſie verſchlagen genug waren, um zu wiſſen, was ſie ihm antworten ſollen, um ihn in ſeinem Glauben, ſie koͤnnen wahrſagen, zu beſtaͤrken. Sie antwor⸗ teten ihm, er habe nicht zu befuͤrchten, beſiegt oder des Koͤ⸗
nigreichs Schottland verluſtig zu werden, bis ein großer
Wald, der Birnamwald genannt, ihn in einem feſten Schloſ⸗ ſe, das auf dem hohen Huͤgel Dunſinane liege, angreifen wuͤrde. In neuerer Zeit iſt der Huͤgel Dunſinane auf der einen Seite eines Thals, und der Wald Birnam auf der andern. Da die Entfernung von genanntem Schloſſe bis an den Wald zwoͤlf Meilen betraͤgt, ſo dachte Macbeth, es ſey unmoͤglich, daß je die Baͤume einen Angriff auf das Schloß unternehmen koͤnnten. Er entſchloß ſich daher ſein Schloß auf dem Huͤgel Dunſinane ſehr ſtark zu befeſtigen und be⸗ trachtete es als einen Platz, in welchem er immer ſicher ſeyn koͤnne. Um dieſen Vorſatz auszufuhren, veran aßte er den ganzen Landadel und ſeine Landvoͤgte, Steine, Holz und an dere Baumaterialien herbeizuſchaffen, und dieſe durch Ochſen auf die Spitze des ſteilen Huͤgels, wo er das Schloß erbauke, ſchleppen zu laſſen.


