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95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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ſchuldigungen vorbrachte, ſo glaubten ſie doch, daß er es ſey, der ihren Vater umgebracht habe. Donaldbane floh auf ent⸗ fernte Inſeln, aber Malcolm, der aͤlteſte Sohn des Koͤnigs Duncan, ging an den Hof nach England, wo er den englaͤn⸗ diſchen Koͤnig um Beiſtand bat, ihm, als dem Nachfolger ſeines Vaters, auf den Thron von Schottland zu verhelfen.

Inzwiſchen nahm Macbeth von dem Koͤnigreich Schott⸗ land Beſitz, und alle ſeine gottloſen Wuͤnſche ſchienen ſofort in Erfüllung gegangen zu ſeyn. Er war aber nicht gluͤcklich; er dachte immer daran, wie ſchlecht es von ihm geweſen ſeye, feinen Freund und Wohlthaͤter ermordet zu haben, und wie ihm durch irg end einen, der eben ſo ehrgeizig als er ſelbſt waͤre, das naͤmliche begegnen koͤnnte. Er erinnerte ſich, daß die alte Here prophezeiht hatte, die Kinder des Banquo wer⸗ den nach ſeinem Tode auf den Thron gelangen, daraus zog er den Schluß, Banquo moͤchte gegen ihn eine Verſchwoͤrung anzetteln, wie er es gegen den Koͤnig Duncan gethan hatte. Die ſchlechten Leute denken immer, daß andere eben ſo ſchlecht ſeyen, wie ſſe. 2

Um dieſe eingebildete Gefahr abzuwenden, dingte er zwei Möoͤrder mit der Weiſung, in einem Walde, in welchem Banquo und deſſen Sohn Fleance des Abends gewoͤhnlich ſpazieren gingen, aufzulauern, fie zu ergreifen und Vater und Sohn umzubringen. Die Niedertraͤchtigen befolgten Macberh's Geheiß, aber waͤhrend ſie damit beſchaͤftigt waren, Banquo zu ermorden, entfloh Fleance und fluͤchtete ſich aus Schottland nach Wales. So iſt die Verheißung zu deuten, daß erſt nach einer Reihe von Jahren Banguo's Kinder auf den ſchottiſchen Thron gelangen werden.

Macbeth war nicht viel glücklicher, nachdem er ſeinen

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