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zu bekommen und behaupteten, ſie ſagen voraus, was ſich zu⸗ tragen werde; dafuͤr bekamen ſie dann Geſchenke. 1
So gingen ſie auch ſort und ſteutten ſich auf einem Ne⸗ benwege in einer großen Haide nahe bei Forres auf, und warteten bis Macbeth ſich naͤherte. Als er an der Spitze ſeiner Armee dort vorbeizog, ſtand die erſte jener Weiber vor ihn hin und ſagte:„Hluck zu! Macbeth— Heil Dir Thane von Glamis.“ Die zweite ſagte:„Gluck zu! Macbeth, Heil Dir Thane von Cawdor.“ Die dritte, welche ihm ein groͤße⸗ res Compliment als die beiden andern machen wollte, rief⸗ ihm zu:„Heil dem Macbeth, welcher Konig von Schottland werden ſoll!“ Macbeth war ſehr erſtaunt, als ſie ihm dieſe Titel gaben, und waͤhrend er voll Verwunderung und nach⸗ ſinnend da ſtund, trat Banquo vor zu den Weibern und frag⸗ te ſie, ob ſie ihm nicht auch ſo etwas zu ſagen haͤtten, als wie dem Macbeth?— Sie antworteten ihm, er werde nicht ſo groß werden, wie Macbeth, aber daß, obgleich er ſelbſt nicht auf den Thron gelangen koͤnne, ſeine Kinder die Thron⸗ folger Schottlands wuͤrden, und eine Reihe von Jahren Koͤ⸗ nige bleiben ſollen.
Noch ehe ſich Macbeth von ſeiner allzugroßen Ueberra⸗ ſchung erholt hatte, kam ein Bote angeſprengt, um ihm an⸗ zukuͤndigen, daß ſein Vater geſtorben und ihm durch Erh⸗ ſchaft die Stelle eines Thane von Glamis zugefallen ſey. Zu gleicher Zeit kam ein zweiter vom Koͤnig geſendeter Bote, um Macbeth fuͤr den großen uͤber die Daͤnen errungenen Sieg zu danken, und ihm mitzutheilen, daß der Koͤnig, den Thane von Cawdor, wegen Empoͤrung, ſeiner Stelle entſetzt habe, daß der Monarch andurch den Macbeth zum Thane von Caw⸗ dor und von Glamis ernannt haben wollte. Somit ſchienen die zwei Weiber, welche Macbeth zuerſt angeſprochen, ihm


