Teil eines Werkes 
95. Band, Erzählungen eines Großvaters aus der schottischen Geschichte : 1. Theil (1828) Tales of a grandfather
Entstehung
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44 wie ich ſchon erwaͤhnte, war zu alt, um ſeine Armee zu com⸗ mandiren, und ſeine Soͤhne waren zu jung; daher uͤbertrug er das Commando einem nahen Verwandten Namens Mac⸗ beth, dem Sohne eines gewiſſen Finel, welcher Landvogt (Thane) von Glamis war. Die Gouverneure der Provinzen in Schottland hießen damals Thanes; ſpaͤterhin wurden ſie Earls(Grafen) genannt. 3

Dieſer Macbeth, ein tapferer Krieger, zog an der Spitze der ſchottiſchen Armee gegen die Daͤnen; er nahm einen ſei⸗ ner nahen Verwandten, den Landvogt von Lochaber mit, die⸗ ſer hieß Banqud und war ebenfalls ein ſehr tapferer Mann. Bald wurde von den Daͤnen und Schotten eine bedeutende Schlacht geliefert; Macbeth und Banquo ſchlugen die Daͤnen, trieben ſie zuruͤck in ihre Schiſſe und verwundeten und toͤd⸗ teten ihnen eine bedeutende A nzahl. Hierauf kehrte Macbeth mit ſeiner Armee in eine Stadt des noͤrblichen Schottlands,

nach Forres zuruͤck, um ſich dort des erfechtenen Sieges zu

erfreuen. 4

In der letzt genannten Stadt lebten zu jener Zeit drei alte Weiber, welche das Volk für Hexen und Wahrſagerinnen hielt, Heut zu Tage wuͤrde außer dem gemeinen und unwiß

ſenden Poͤbel, oder Leute, welche Zigeuner zu Rathe ziehen,

um ihr Schickſal voraus zu erfahren, niemand mehr ſolchen Narrheiten Glauben beimeſſen; doch in fruͤheren Zeiten war das Volk weit unwiſeender als jetzt und ſogar große Maͤnner, wie Macbeth, glaubten, daß ſolche Perſonen, wie die Hexen von Forres wahrſagen können und hoͤrten den Unſinn, den ſie ſagten, an, als waͤren die alten Weiber wirklich Prophe⸗ ten geweſen. Die alten Weiber ſahen, daß ſie geachtet und gefuͤrchtet waren, deshalb trachteten ſie auf das Volk Einſluß

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