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Zweites Kapitel.
Die Geſchichte Marbeth's.
Nachdem die Schotten und Pikten in ein Volk vereinigt waren, wie ich vorhin erwaͤhnte, gab es ſchon einen Koͤnig von Schottland; er hieß Duncan und war ein ſehr braver al⸗ ter Mann. Er hatte zwei Soͤhne; der eine hieß Malcolm und der andere Donaldbane. Koͤnig Duncan war zu alt, um ſeine Armee auf das Schlachtfeld fuhren zu koͤnnen und ſeine Soͤhne waren zu jung, um ihn hierin zu unterſtuͤtzen.
Zu dieſer Zeit wurden Schottland, ſo wie auch Frank⸗ reich, England und alle andere Laͤnder Europens durch die Daͤnen haͤufig beunruhigt. Dieſe waren ein ſehr wildes, krie⸗ geriſches Volk, welche von einer Stelle zur andern ſegelten, ihre Armeen an den Kuͤſten ausſchifften, und uberall, wo ſie hinkamen ſengten und brannten. Wenn ſie in Laͤnder kamen, deren Bewohner feig waren nahmen ſie Beſitz davon, ſo wie es die Sachſen mit Britannien machten. Zu einer anderen Zeit landeten ſie mit ihren Truppen, machten Beute, ſo viel ſie konnten, brannten die Haͤuſer nieder, gingen ſodann an Bord und lichteten die Segel. Sie ſtifteten ſo viel Unheil, daß die Voͤlker in den Kirchen den Allmaͤchtigen anffehten, er moͤchte ſie von der Wuth der Daͤnen befreien.
Waͤtrend Koͤnig Duncau's Regierung kam eine große Flotte jener Daͤnen nach Schottland, und ſchiffte ihre Trup⸗ ben in der Provinz Fife aus, um von dieſer Gegend Beſitz zu nehmen. Auf dieſes hin wurde eine zohlreiche ſchottiſche Armee aufgeboten, die Daͤnen zu bekaͤmpfen. Der Koͤnig,


