36
hin muß ich mich ihr, oder ihrem Geſchmeide, fuͤr das Gluͤck, Ihre Bekanntſchaft zu machen, Herr Grahame verpflichtet fuͤhlen. Ich moͤchte jedoch eher Ihrer Guͤte, als ihrer Vermittelung, eine zweite Gunſt verdanken— die Beſchauung eines Gemaͤldes des Großen und Tapfern Mar⸗ quis von Montrofe, das Sie, wie man mir ſagt, beſitzen, und das ich noch ſehen moͤchte, ehe ich Schottland verlaſſe.
Nichts haͤtte mit groͤßerem Anſtande erbeten, und nichts mit groͤßerer Bereitwilligkeit zuge⸗ ſtanden werden koͤnnen.
„Das iſt ein Anblick, uͤber den kein Grahame erroͤthenrdarf, Herr Delancy, erwiederte Monks⸗ haugh— den Namen Grahame, als eine Lec⸗ tion fuͤr den Femden, ganz breit ausſprechend. „Eliſabeth, meine Theure, wollt Ihr uns in das Verſammlungszimmer begleiten.“— Mit die⸗ ſen Worten, bot der Laird, bei dem das Jahr 1769 noch in friſchem Andenken ſtand, der Dame mit feinem Anſtande und galanter Miene ſeinen Arm dar, ſpizte die Zehen, hob die Fer⸗ ſen empor und ging voran, gleich als ob er ſich in der großen Procefſion des ioͤniglichen Stellvertreters fuͤr die ſchottiſche Kirche im cha- peau-de Pras⸗Schritte nach St. Giles begaͤbe.
Monkshaugh's Verſammlungszimmer war ein ſehr huͤbſches Gemach. Es war einer der ſpaͤ⸗ teſten Zuſaͤtze des Familiengebaͤudes und bildete
die ſogenannte Seitenfronte— d. h. es dehnte ſich nach der ganzen Breite des urſpruͤnglichen
Gebaͤudes aus, hatte drei huͤbſche Fenſter in Einer


