37
Reihe und ein ſehr großes Bogenfenſter. Es war weder bemalt, noch tapeziert:— der dun⸗ kle, glaͤnzende und feingeaͤderte, eichene Lehnſtuhl, auf dem der Laird und ſeine ewig verehrte Mutter das lezte halbe Jahrhundert hindurch den Be⸗ fehl uͤber die weibliche Dienerſchaft gefuͤhrt hat⸗ ten, war reich mit Schnitzwerk verſehen; und die vergoldeten Kranzleiſten und Geſimſe, die jezt ihren anfaͤnglichen metalliſchen Glanz ein wenig verloren hatten, paßten ganz gut zu der reichen und warmen Farbe der geglaͤtteten Waͤnde. Die eichenen Bretter waren ſo eng an einander gefuͤgt und ſo glaͤnzend, daß der Fußboden eine ununterbrochene polirte Oberftaͤche ſchien, auf der man jeden Schatten voruͤberſliegen ſah, und der reiche tuͤrkiſche Teppich, der an dem mar⸗ mornen Herde zuſammengerollt war, gleich dem bei heißer Witterung uͤber den. Arm einer ſchoͤ⸗ nen Dame geworfenen Kaſimirſhawl, zeigte, daß Geſchmack und nicht Armuth die Urſache des unbedeckten Bodens war.
Das Zimmer wuͤrde nichts deſtoweniger, ohne die reichen, großen, altmodiſchen, damaſtſeidenen Fenſterumhaͤnge, von einer lichten goldenen, oder roſenrothen Farbe, die, mit reichen Franzen be⸗ ſezt, die tiefen Fenſterſchmiegen in reichen Fal⸗ ten umhiengen, ein kaltes und nacktes Ausſehen gehabt haben. Die uͤbrigen Moͤbeln zeigten, ohne großen Anſpruch auf eine elegante Form zu machen, keinen Mangel an Material⸗ oder kunſtreicher Ausſchmuͤckung. Wenige gute Ge⸗ maͤlde und einige klaͤgliche Grahames, Drum⸗


