8 Monkshaugh warf einen Blick auf die ent⸗
gegengeſezte Seite der Schranken. Standes⸗
maͤßig, glaͤnzend, ehrfurchtgebietend war das
Schauſpiel, das ſich hier ſeinen Blicken darbot,
und oh Schrecken aller Schrecken! am obern
Ende ſeines Familienſitzes ſaß Jacky Pingle in⸗ voller Glorie, mit allen ſeidenen Lappen, die ihr der Laird je geſchenkt hatte, ausſtaffirt.
Vor allem trug ſie einen zerriſſenen franzoͤſiſchen
Faͤcher, mit dem ſie, ſich hoͤflich verneigend, kokettiſch vortrat, und ſeinen Arm mit dem
Ende deſſelben beruͤhrte. Haͤtten Monkshaughs
Augen die Kraft der Baſilisken beſeſſen, ſo
wuͤrde dieſer Tag fuͤr das verwittwete Weib und die verwaisten Kinder John Jow's, der
Jakobina eingelaſſen hatte, ein Tag der Trauer und der Beraubung geworden ſeyn; ſo wie die Sachen jezt ſtunden, ſtand er beſtuͤrzt da, un⸗
faͤhig zu denken, zu ſprechen oder zu handeln. „Kommt an euern Platz,“ ſagte in zaͤrteln⸗
dem Tone Jakobina, die aus Mangel an Schlaf, und in Folge einer fieberhaften Aufregung und beſtaͤndigen Anſtrengung ſo toll war als je—
„Ein Mädchen das den Mond liebt.“
„Es iſt an keinen Anfang zu denken, ehe wir ſitzen. Doctor ⸗Draunt weiß recht gut, wel⸗
cher Tag der Woche auf den Dienſtag fällt.“
Ihren Kopf kokettiſch auf die Seite neigend, unter ihren runzeligen Augenliedern die Augapfel verbergend, die ſchmachtend nach der Perſon⸗ ihres erwaͤhlten Braͤutigams hinblickten, ſchmol⸗ lend und in fuͤnfzig Hebungen und Sinkungen
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