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von der ſuͤßeſten Milch weiblicher Guͤte uͤber⸗ floß; und die jezt unbemerkt hinwegeilte, um hievon die einſamen Anbeter zu benachrichtigen, die oben in der Kapelle verſammelt waren, um die mitternaͤchtliche Meſſe zu halten, die Lady Aileen fuͤr die Seele des Juͤnglings, der durch die Erfuͤllung ihrer Wuͤnſche ſein Leben verwirkte, gelobt hatte. LRs Dieſe einſamen Anbeter waren bloß drei an der Zahl— die Lady, der Prieſter und die Amme. Von Chaunette geleitet, ſtuͤrzten ſie in die Hoͤhle der Banditen, in deren Mitte Wolf Grahame wie todt ausgeſtreckt lag. 3 Selbſt dieſe geſetzloſen Leute fuͤhlten etwas von der ehrfurchtsvollen Liebe, von der man in der ganzen Umgegend gegen die Lady Aileen erfuͤlt war, deren große Wohlthaͤtigkeit und heiliger Lebenswandel lange Zeit als etwas Ue⸗ bermenſchliches betrachtet worden waren. Ihre Bitten wurden durch die Befehle und Ermah⸗ nungen des bejahrten Prieſters unterſtuͤzt, der mit der Gewalt der Religion ausgerüͤſtet war, fuͤr welche ſie eine aberglaͤubiſche Verehrung hegten, ſelbſt waͤhrend ſie ihre ſtaͤrkſten Gebote verlezten. Allein dieſe vereinten Beweggruͤnde wuͤrden erfolglos geblieben ſeyn, haͤtte ſich nicht die Lady verpflichtet, den jungen Mann als einen Gefangenen zuruͤckzuhalten, ſollte ſie ſo gluͤcklich ſeyn, ſein Leben zu retten; oder ihn wieder ihren Haͤnden, auf demſelben Flecke, auf welchem ſie ſtand, zu uͤbergeben.. Viele Tage verfloſſen, ehe der junge Mann,


