Teil eines Werkes 
3. Band (1827)
Entstehung
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das erſte lebende Weſen verfluchte, das je in kindlicher Unſchuld an ihrem Buſen hieng, und rechne es ihr nicht als Uebelthat, oder mir als Suͤnde an.“

Grahame konnte um dieſe Zeit bloß einen voruͤbergehenden Antheil an der ihm auf dieſe Art mitgetheilten Nachricht nehmen, aber er ſah, daß Monica's Herz, obſchon verwundet, nicht erkaͤltet war; und es machte ihm Ver⸗ gnuͤgen, ſeine Lobpreiſungen der Geſchicklichkeit und Treue ſeiner vormaligen Bekannten zu wiederholen.

„Sie iſt mit Verbrechen und Fehlern genug — nur mit zu vielen— befleckt; allein der Ausſatz der Verraͤtherei verunreinigt das Blut der Doran's nie. O! verzeihet, daß ich ſo viel von dieſer Ungluͤcklichen rede, die ein manches einſames Jahr ſchon meinen Geiſt geplagt und mein Herz benagt hat! Warum ſollte die ehr⸗ bare Mutter nicht ein boͤſes Kind haben? Kann nicht der Feind der Menſchen des Engels Va⸗ ter ſeyn? Allein ſcheidet in Frieden jezt, ich bitte euch; und ich werde von Ruhe und Troſt nichts wiſſen, bis ich das euch gegebene Ver⸗ ſprechen, das ich in dieſer Nacht feierlich wie⸗ derhole, erfuͤllt habe.“

„Monica, ihr behandelt mich als ein Kind,“ ſagte Wolf,„allein an eurer Liebe fuͤr meine Eliſabeth und ihre Mutter wage ich nicht zu zweifeln. Ich gehe, da ihr auf meine Entfer⸗ nung dringt. Aber erinnert euch, daß ich euch in dieſem Monate noch ſehen muß.“