Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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Ueberſchlaͤglein der kalviniſchen Geiſtlichen, der Reihe nach jenen luſtigen Perſonen, dem Narren⸗ papſt, dem Knabenbiſchof und dem Abte der Un⸗ vernunft, weichen. x)

Der Abt der Unvernunft war es, der ſich nun der Hauptthuͤre der Kirche naͤherte. Sein Anzug war ein Zerrbild, oder eine ſpottende Nachbildung der Tracht des wirklichen Kloſterobern, dem er am Tage der Einſetzung, in Gegenwart ſeiner Geiſt⸗ lichen, im Chore ſeiner Kirche, ſich trotzend ent⸗

gegen ſtellte. Der Spottabt war ein gedrungener,

unterſetzter Burſche, deſſen dicke, weichfleiſchige Geſtalt ein wohl ausgeſtopfter Wanſt grotesk ge⸗ macht hatte. Er trug eine lederne Biſchofsmuͤtze, deren Vorderſeite einer Grenadiermuͤtze glich, und mit falſcher Stickerei und zinnernem Tand verziert war. Darunter ſah man ein Geſicht, mit einer vorragenden, ungeheuren Naſe, reich mit Rubinen beſetzt. Sein Unterkleid var von Steifleinwand, ſein Chorrock von Segeltuch, ſeltſam bemahlt Nach dem anziehenden Roman: Anaſtaſius (London 1819) uͤberſetzt von W. A. Lindau(Dresden

1821 3 Theile) ſcheint es, daß aͤhnliche Traveſti⸗ rungen auch in der griechiſchen Kirche uͤblich waren.