Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ſie fuͤr uͤbertriebenen Eifer hielt: auf dieſe Weiſe wollen wir nicht ſcheiden, mein werther Freund. Wir Frauen ſind lebhaft und raſch in unſern Empfindungen, aber glaubet mir, was ich fuͤr dieſes Kind thun will und wuͤnſche, iſt von der Art, daß es von meinem Gemahle und von Euch gebilligt werden ſoll.

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II.

Als Warden mit einer Verbeugung ſich entfernt hatte, uͤberließ ſich die Edelfrau ganz den zaͤrt⸗

lichen Regungen, welche der Anblick des Knaben,

ſeine ploͤtzliche Gefahr und ſeine eben gelungene Rettung in ihr erweckten, und nicht laͤnger ge⸗ ſchreckt durch des Predigers finſteres Weſen, wie ſie's nannte, uͤberhaͤufte ſie das holde, anziehende Kind mit ihren Liebkoſungen. Der Knabe hatte ſich ziemlich erhohlt, und empfing leidend, doch nicht ohne Erſtaunen, die Beweiſe von Guͤte, die man an ihm verſchwendete. Die Zuͤge der Edelfrau waren ihm fremd und ihr Anzug ganz anders und weit reicher, als irgend etwas, das er geſehn. Aber der Knabe war unerſchrocken,