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und Kinder verſtehen ſich uͤberhaupt ſehr gut auf die Deutung der Geſichtszuͤge; es gefaͤllt ihnen nicht nur, was an ſich ſchoͤn iſt, ſondern es iſt in ihnen auch eine auffallend feine Empfaͤnglichkeit fuͤr die Aufmerkſa nkeiten derjenigen, die ihnen
wahrhaft wohl wollen. Wiſſen ſie doch ſelbſt in dem Fremden, als waͤre es durch geheime Erken⸗ nungszeichen, den Kinderfreund zu entdecken,
wogegen die ungeſchickten Bemuͤhungen der
Schmeichler, die nur, um den Aeltern zu gefal⸗ len, ſich ihnen naͤhern, gewoͤhnlich die Abſicht verfehlen, die Aufmerkſamkeit der Kinder zu reizen.
Wem mag denn der Knabe gehoͤren? war die erſte Frage der Epelfrau, als ſie endlich, nur dem Kinde Ruhe zu laſſen, ſich entfernt.
Einer alten Frau im Dorfe, antwortete Lilias, ihre Zofe. Sie iſt eben vor dem Schloß⸗
thore, nach dem Kinde zu fragen. Gefaͤllt es
Euch, ſie vorzulaſſen? Ob's mir gefaͤllt? wiederhohlte die Edelfrau,
mit lebhaftem Ausdrucke von Mißfallen und
Ueberraſchung. Kannſt du daran zweifeln?


