Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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meiner Pflicht hinaus gefuͤhrt hat. Aber Ihr wollet bedenken, ob bei dem heiligen Verſprechen, dieſem armen Kinde nicht nur eine Beſchüttzerinn, ſondern ſelbſt eine Mutter zu ſein, eure Abſicht auch mit den Wuͤnſchen des edlen Ritters, eures Gemahls, uͤberein ſtimmen moͤge. Die Zaͤrtlich⸗ keit, die Ihr dem ungluͤcklichen und allerdings ſehr liebenswuͤrdigen Kinde ſo verſchwenderiſch erwieſen, hat Euch gleichſam einen Vorwurf von 4 eurem treuen Haushunde zugezogen. Mißfallet nicht eurem edlen Gemahle. Maͤnner ſind, wie die Thiere, eiferſuͤchtig auf die Zuneigung Derer, ſo ſie lieben.

Das iſt zu viel, ehrwuͤrdiger Herr, ſprach die Edelfrau, hoͤchlich beleidigt. Ihr ſeid lange unſer Gaͤſt geweſen und habt von dem Ritter von Avenet und von mir ſelber alle Ehre und Achtung empfangen, die eurem Stande und eurer Wuͤrde gebuͤhren. Aber meines Wiſſens hab' ich Euch nie Gewalt gegeben, Euch in unſre haͤuslichen Angelegenheiten zu mengen, noch Euch zum Richter uͤber unſer Betragen gegen ein nder beſtellt. Ich bitte, laßt das in Zukunft veraieden ſein.