Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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ſtaͤnde gerichtet ſind. Unſerm Naͤchſten, von welchem Stande und Range er ſein moͤge, ſollen wir eben ſo viel Zuneigung erweiſen, als wir ver⸗ nuͤnftiger Weiſe von denjenigen erwarten koͤnnen, die mit uns in gleichem, Verhaͤltniſſe ſtehen. Wir duͤrfen daher weder Mann noch Ehefrau, weder Sohn noch Tochter, weder Freunde noch Verwandten, gleichſam abaoͤttiſch ehren. Der Herr, unſer Gott, iſt ein eiferſuͤchtiger Gott, und will nicht leiden, daß wir der Kreatur jene Ehrfurcht erweiſen, ſo Er, der uns gemacht hat, als ſein Theil fodert. Ich ſage Euch, edle Frau, ſelbſt in den ſchoͤnſten und reinſten, ſelbſt in den achtbarſten Regungen unſerer Natur, iſt ſo viel von dem erblichen Suͤndenmakel, daß wir inne

halten und zoͤgern muͤſſen, ehe wir uns ihnen zum Uebermaß hingeben.

Ich verſtehe das nicht, ehrwuͤrdiger Herr, und errathe auch nicht, was ich jetzt geſagt, oder gethan haben kann, das mir eine Ermahnung zuziehen ſollte, die faſt wie ein Vorwurf lautet.

Verzeiht mir, edle Frau, ſprach Warden, wenn mein Eifer mich etwas uͤber die Graͤnzen

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