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wuͤnſche, Ihr moͤchtet aus meinen Worten nur die Lehre ziehen, daß unſre beßten Gefuͤhle, wenn wir ſie zum Uebermaß treiben, andern Schmerz bringen koͤnnen. Nur ein Gefuͤhl giebt's, dem wir mit aller Heftigkeit uns uͤberlaſſen duͤrfen, deren unſere Bruſt faͤhig iſt, uͤberzeugt, daß ſelbſt in dem hoͤchſten Grade, wozu es ſich erregen laͤßt, kein Uebermaß moͤglich iſt, ich meine die Liebe zu unſerm Schoͤpfer.
Aber gewißlich befiehlt uns das ſelbige Gebot auch die Liebe unſeres Naͤchſten.
Ja, edle Frau, hob Warden wieder an, aber unſre Liebe zu Gott ſoll unbegraͤnzt ſein, wir ſollen ihn aus ganzem Herzen, von ganzer Seele, mit ganzer Staͤrke lieben. Die Liebe, welche wir nach dem goͤttlichen Gebote gegen unſern Naͤchſten haben ſollen, hat ihre Graͤnze und Be⸗ ſtimmung; wir ſollen unſern Naͤchſten wie uns ſelber lieben, wie es irgendwo das Gebot de Herrn erklaͤrt, wir ſollen ihm thun, was wir
wollen, daß er uns thue. Hier iſt die Graͤnze
und das rechte Maß, ſelbſt fuͤr die preiswuͤrdigſte aller unſrer Neigungen, die auf irdiſche Gegen⸗


