Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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gewogen, ſprach die Edelfrau zu dem Prediger. Was kann ihn an dem Knaben bekuͤmmern, dem er das Leben gerettet hat?

Hunde ſind dem Menſchen in ihren Schwach⸗ heiten nur zu aͤhnlich, erwiederte Warden, wie⸗ wohl ihr Naturtrieb weniger irrt, als die Ver⸗ nunft des armen Sterblichen, wenn er ſeiner eigenen hilfloſen Kraft vertraut. Eiferſucht iſt ihnen nicht unbekannt, und verraͤth ſich oft, nicht nur wenn ihre Herrn andre Hunde vorziehen, ſondern ſelbſt wenn Kinder ihre Nebenbuhler ſind. Ihr habt das Kind ſo lebhaft geliebkoſet, daß der Hund ſich fuͤr einen abgedankten Guͤnſtling haͤlt.

Ein ſeltſamer Naturtrieb, ſprach die Edel⸗ frau, und Ihr ſprecht ſo ernſthaft davon, mein ehrwuͤrdiger Freund, daß ich faſt ſagen moͤchte, Ihr hieltet die ſonderbare Eiferſucht des guten

Wolf fuͤr gegruͤndet, ja ſelbſt fuͤr gerecht. Aber

vielleicht wollt Ihr nur ſcherzen.

Ich ſcherze ſelten, antwortete der Prediger. Das Leben ward uns nicht verliehen, daß wir es in eitler Luſtigkeit hinbringen ſollen. Ich