Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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dem Wege zu finden beſorgen mußte. Die Zeit der Ruͤckkehr des Ritters war daher nicht beſtimmt, und der Tag, den die zaͤrtliche Erwartung ſeiner Gemahlin berechnet hatte, laͤngſt verfloſſen. Die oft getaͤuſchte Hoffnung machte ihr Herz krank.

Am Abend eines ſchwuͤlen Sommertages, als die Sonne beinahe hinter die fernen weſtlichen Gebirge von Liddesdate geſunken war, wandelte die Edelfrau einſam auf der Zinne der Burg, wo breite Steinplatten einen bequemen Gang bildeten. Die glatte Oberflaͤche des Sees, die nur zuweilen von einer auftauchenden Kriechente bewegt wurde, gluͤhte unter der ſinkenden Sonne, und ſtrahlte, wie ein goldner Spiegel, die Ge⸗ ſtalt der Huͤgel zuruͤck, die ihn umſchloſſen. Die ſonſt ſo einſame Landſchaft ward von den Stimmen der Dorfkinder belebt, welche, in leiſen Toͤnen verklingend, zu dem Ohre der Edel⸗ frau drangen, oder durch den fernen Ruf des Hirten, der ſein Vieh von der Tagweide im Thale zu dem ſichern Nachtlager in der Naͤhe des Dorfes fuͤhrte. Das Bruͤllen der Kuͤhe ſchien

die Milchmaͤdchen herbei zu rufen, welche, laut

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