Teil eines Werkes 
1. Theil (1821)
Entstehung
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und froͤhlich ſingend, mit ihren Eimern auf den Koͤpfen, daher kamen, ihr Abendwerk zu ver⸗ richten. Die Edelfrau dachte bei dieſem Anblicke an die Zeit ihrer Kindheit, wo ſie, aus der vaͤter⸗ lichen Burg vertrieben, bei Halberts Mutter im Thale Glendearg lebte, und ihr wichtigſtes Ge⸗ ſchaͤft, wie ihr gregees Vergnuͤgen darin fand, bei dem Melken der Kuͤhe zu helfen.

Warum war ich nicht, ſprach ſie in Truͤbſinn verſinkend, das Landmaͤdchen, wofuͤr Alle mich hielten! Halbert und ich haͤtten dann friedlich gelebt in ſeinem heimathlichen Thale, ungeſtoͤrt von den Geſpenſtern der Furcht, oder des Ehr⸗ geitzes. Dann waͤr' es ſein groͤßter Stolz ge⸗ weſen, die ſchoͤnſte Herde im Thale zu beſitzen, ſeine groͤßte Faͤhrlichkeit, einen kecken Raͤuber aus dem Graͤnzgebiete zu verjagen, und nur wenn ein Reh auf der Jagd ihn verlockt haͤtte, wuͤrde er ſich weit von mir getrennt haben. Ach! wozu hilft nun das Blut, das Halbert vergoſſen hat, wozu helfen die Gefahren, die er beſteht, nur einen Nahmen und einen Rang zu erhalten, die ihm theuer ſind, weil er ſie von mir hat