Teil eines Werkes 
3. Theil (1821)
Entstehung
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ſichtiges Zoͤgern haͤtte Maria vielleicht noch ein⸗ mahl den verlorenen Thron gewonnen, aber als ſie, nach wunderbarer Rettung, von einem zahl⸗ reichen Heere ſich umringt ſah, uͤberließ auch ſie ſich den freudigſten Hoffnungen, und der kriege⸗ riſche Ungeſtuͤm ihrer Anhaͤnger uͤberwand alle Be⸗ ſorgniſſe. Bei Langſide, auf dem Wege von Hamilton nach Dumbarton, kam es zum Treffen. Der Regent beſetzte eine Anhoͤhe und ein nahes Dorf, in dieſer guͤnſtigen Stellung den Feind erwartend, deſſen Reiterei auf dem ungleichen Gelaͤnde nicht mit Vortheil ſchlagen konnte. Die Vorhut, aus Hamilton's Anhaͤngern beſtehend, brach mit unbeſonnenem Ungeſtuͤm hervor, und wurde von der Hauptmacht getrennt. Nach einem heftigen Angriffe, mußte ſie, von dem uͤbrigen Heere nicht unterſtuͤtzt, bald weichen, und die Flucht ward allgemein. Der Regent gewann ei⸗ nen vollſtaͤndigen und ziemlich unblutigen Sieg.

Maria ſah die Niederlage ihres Heeres von einer Anhoͤhe, und als ſie dieſe letzte Hoffnung vernichtet ſah, floh ſie verzweifelnd mit einem klei⸗ nen Gefolge, ohne auszuruhen, nach der Abtei Dundrenan in Galloway, uͤber 60 ſchottiſche Meilen vom Schlachtfelde. In dem kurzen Zeit⸗ raume von vierzehn Tagen war ſie eine ſtreng